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Rhythmusstörungen in
der Schwangerschaft?
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Erstmals muss ich erwähnen, daß ich
in der 6. Wochen schwanger bin, meine zweite Schwangerschaft. Nach der Geburt meines
ersten Kindes 1999 bekam ich Panikattacken, das jedoch lange dauerte bis es
diagnostiziert wurde. Alle meine Ängste richten sich auf mein Herz und dass ich
plötzlich ohnmächtig werden könnte. Ich habe sehr oft Herzstolpern, manchmal
spüre ich es bis zum Hals hinauf. Ich wurde diesbezüglich im Jahr 2000 von einem
Internisten untersucht. Es wurden mehrere EKG's gemacht, ein Herzultraschall -
alles ohne Befund. Weiters wurde ich dann noch an einen anderen Internisten
überwiesen, der ein ganz neues Gerät hatte - einen so genannten Event-Recorder.
Dabei bekam ich zwei so Pole angeklebt und musste dieses Gerät 6 Tage lang (Tag
und Nacht) tragen. Ergebnis - alles in Ordnung. Ich bekam dann Seroxat (Mittel
gegen Depressionen) und ich
hatte ein ganzes Jahr lang keine Probleme (nur ab und zu mal einen Stolperer,
dem ich aber bedingt durch das Medikament keine Aufmerksamkeit schenkte). Im
Oktober 2001 setzte ich das Medikament nach Absprache mit meinem Neurologen ab
und mir ging es super gut. Dann beschlossen mein Mann und ich ein zweites Kind zu
bekommen und im März hat es dann auch geklappt. Nur habe ich jetzt in letzter
Zeit wieder verstärkt diese Stolperer. Auch des Öfteren beim Einschlafen. Dann
schrecke ich auch manchmal furchtbar auf. Allerdings hatte ich während der Nacht
nie Probleme. Wenn ich einmal eingeschlafen war, war das alles weg - auch wenn
ich nach kurzer Zeit durch meinen Sohn wieder wach wurde, hatte ich dann nichts
mehr. Es taucht auch fast immer in Ruheposition auf. Ich war auch vor einigen
Tagen deshalb bei meinem Hausarzt und er hat ein EKG gemacht und es war wie
immer alles ok. Trotzdem habe ich Angst vor diesen Stolperern. Es verunsichert
mich und ich habe Angst irgendwas zu machen. Kann die Schwangerschaft hier
Auslöser sein? Gibt es etwas was man tun kann, das es endlich aufhört - ich habe
große Angst. Früher (vor der ersten Schwangerschaft) war ich total sportlich -
machte Kampfsport und hatte so etwas nie. Jetzt habe ich das Vertrauen in meinen
Körper (vor allem in mein Herz verloren) und trau mich nichts mehr machen. Was habe ich nur? Haben Sie
vielleicht irgendeinen Tipp für mich?? Ich will endlich wieder so leben, das es
Spaß macht und nicht ständig mit der Angst umzufallen und tot zu sein. Hier noch ein paar Daten, die Sie
vielleicht von mir brauchen: Ich bin weiblich, 28 Jahre alt, ca. 1m65 groß und
wiege jetzt 56 kg. Ich habe noch nie geraucht und trinke auch keinen Alkohol.
Ich trinke weder Kaffee noch Schwarztee. Was ich noch erwähnen möchte ist, daß
ich einen niedrigen Blutdruck habe. Meine Durchschnittswerte liegen bei 110/65.
In meiner ersten Schwangerschaft war er aber schon mal bei 80/45. Wäre über jede Antwort und jeden
Tipp zutiefst dankbar. Vielleicht können Sie mir helfen, wieder zu lachen, denn
eigentlich war ich immer ein sehr fröhlicher Mensch. |
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Der Cardiologe:
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Herzstolpern ist nach Ausschluss einer strukturellen Herzerkankung und von Durchblutungsstörungen in aller Regel völlig ungefährlich. Ich schlage Ihnen eine nochmalige gründliche Untersuchung beim niedergelassenen Kardiologen vor, damit Sie Zutrauen zu Ihrem Herzen gewinnen. Wenn dort nichts Schlimmes herauskommt, sollten Sie die Rhythmusstörungen „vergessen“. Alles gute für Ihre Schwangerschaft! | |||
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Angsterkrankung
- Herzneurose?
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Ich leide seit ca. 5 Jahren an folgenden Symptomen:
Bei Weglassen des Betablockers kommt es zu einer deutlichen Pulserhöhung bis 130 Schläge pro Minute im Stehen (ohne Belastung), während sich der Ruhepuls im Sitzen nur auf 80-90 erhöht. (75 im Liegen). Ich fahre jeden Tag ca. 30 Min auf dem Ergometerfahrrad. Interessanterweise kommt es dabei zu einem Abfall des diastolischen Blutdruckwertes um ca. 10mm Hg trotz erhöhter Belastung. Der Puls steigt nur unwesentlich an.(75 auf 120 Schläge in der Minute) Besonders morgens, kurz nach dem Aufwachen, verspüre ich ein Kribbeln in Kopf, Händen und Füßen, manchmal fast wie ein Taubheitsgefühl (eingeschlafener Zeh). Meine Schweißausbrüche und die von mir vermutete Engstellung der Gefäße mit dem damit verbundenem Schwindel treten schon bei geringstem Stress mit verstärkter Wirkung auf. Gegen den hohen Blutdruck nehme ich morgens noch zusätzlich eine viertel Tablette Carbozide 50 ein. Abends d.h. um ca. 22 Uhr habe ich häufig sehr niedrige Blutdruckwerte (95/56) . Nachts wurden von mir stets Blutdruckwerte um 110/70 (gemessen nach einen kurzzeitigem Aufwachen). Ich beziehe seit 2 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente (Diagnose:chronische Angsterkrankung). Bei einem 24 Std. EKG wurden 10 Extrasystolen festgestellt, nach der 24 Std. Blutdruckmessung verlangte man von mir die Blutdruckmittel abzusetzen. Der Versuch scheiterte, da mein Puls zu hoch anstieg. (das Absetzen hatte kaum Auswirkungen auf die Höhe der Blutdruckwerte, nur die Häufigkeit und Heftigkeit der Blutdruckentgleisungen nahm zu.) Habe schon eine dreimonatige Kur in der Baarklinik in Donaueschingen (Verhaltenstherapie) hinter mir (dort war auch der Versuch, sämtliche Blutdruckmittel, im besonderen das Solgol-mite abzusetzen) Ich messe meinen Blutdruck, angeregt durch den Schwindel vermutlich und laut Aussage der Ärzte viel zu häufig, vermutlich deshalb, weil ich als Chemiker, immer auf der Suche nach einer messbaren Kausalität bin (Blutdruckneurose? ca. 20 Messungen pro Tag) Das trizyklische Antidepressivum Aponal hatte ich über einen längeren Zeitraum mit niedriger Dosis eingenommen (25 mg täglich bei 105 kg Körpergewicht und 191cm Körpergrö0e) Eine erhöhte Dosis kam für mich wegen der Nebenwirkungen auf das Herz/Kreislaufsystem nicht in Betracht (Neigung zu Ohnmacht und Synkopen). Gibt es Medikamente außer den Betablockern, die den Puls senken (periphere Durchblutungsstörungen bei der Einnahme sind mir von den Betablockern bekannt, zumal bei Weglassen des Betablockers der Schwindel deutlich abnahm.) Möglicherweise ist auch etwas mit meiner Blutumverteilung nicht in Ordnung, da ich manchmal das Gefühl habe, als ob "das Blut aus meinem Kopf nach unten abläuft und nicht wieder in ausreichender Menge wieder nach oben gepumpt wird". Ein allgemeiner medizinischer Check vor ca. einem Jahr war weitgehend in Ordnung (etwas erhöhter Gesamtcholesterinwert mit 230 mg /ml Serum, wobei der HDL- wert mit 65 das Risiko sicherlich etwas relativiert. Eine Angiographie der Halsschlagader war ohne Befund. Meine Lebensqualität ist bedingt durch meine Symptomatik sehr gering. Möglicherweise können Sie mir helfen. |
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Der Cardiologe:
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Ihre Frage kann man ohne Untersuchung und persönliche Kenntnis der Person nicht sicher beantworten. Eine Überlagerung psychischer Mechanismen mit den beobachteten Körperzuständen erscheint mir aber sehr wahrscheinlich. In solchen Situationen sind ß-Blocker häufig hilfreiche Medikamente, die aber nicht das grundsätzliche Problem lösen können. ß-Blocker, die nicht in gewissem Grade auch den Blutdruck senken gibt es nicht. Ich halte eine Kombination der Beratung durch einen Kardiologen und einen Psychotherapeuten für sinnvoll. | |||
| Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.08.05 | ||||