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Nach der OP
 

Bitte beachten Sie: 
Diese Ratschläge gelten keinesfalls als endgültige Medikation. Sie sollen für Sie außer allgemeiner Information nur einen Anhaltspunkt bieten, wann Sie sich spätestens an Ihren Hausarzt bzw. Kardiologen wenden sollten!

Brustschmerzen nach Bypass-OP
18.10.05

Ich habe im März dieses Jahres drei Bypässe bekommen. Der Hauptstamm war fast zu, und es handelte sich um eine Notoperation.

Seitdem habe ich Schmerzen. Mein Kardiologe sagt, das Herz arbeitet einwandfrei und es ist auch nichts zurückgeblieben am Herzen. Kann es sich hierbei um Narbenschmerzen handeln?

Wenn ja, wie behandelt man diese, oder was kann ich tun, das es nicht immer so zieht?

Der Cardiologe:

Eine Schmerzsymptomatik im Bereich des Brustkorbes sollten Sie mit Ihrem Kardiologen besprechen, eventuell auch die Option weiterer Untersuchungen wie einer Szintigraphie zur Beurteilung der Herzdurchblutung oder einer Röntgenaufnahme zur Beurteilung möglicher Schmerzquellen am Brustbein, wie einer gebrochenen Drahtzerklage etc. diskutieren. Die Diagnostik und insbesondere auch die Feinheiten der Anamnese sind hier so diffizil, dass ohne eine Untersuchung hier nichts gesagt werden kann.

Starker Gewichtsverlust nach Stent-Einlage
07.01.05

Mein Vater hat im Mai 2004 einen Herzinfarkt bekommen. Er wurde innerhalb kurzer Zeit in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde Ihm ein Stent gesetzt. Danach kam er zur Reha.

Er leidet unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Atemnot und hat seit dem Herzinfarkt ca. 17 Kilo abgenommen.
Ist es möglich, dass der Stent nicht korrekt eingesetzt worden ist?

Der Cardiologe:

 
Ein Gewichtsverlust nach Infarkt ist natürlich oft günstig, dies ist aber abhängig vom Einzelfall. Die Beurteilung des Zustandes sollte zunächst durch einen niedergelassenen Kardiologen vor Ort erfolgen. Dieser würde ggf. die Indikation zur Intervention und erneuten Invasivdiagnostik stellen.

Schmerzen in der Brust nach Ballondilatation
03.12.03

 

Mein Vater, 62 Jahre, hatte vor ca. 20 Jahren einen schweren Hinterwandinfarkt. Vor einigen Jahren hat er 3 Bypässe bekommen, später wurde noch ein Stent gesetzt. Danach ging es ihm auch relativ gut. Er ist auch leicht übergewichtig, ist aber dabei abzunehmen. Sport kann er leider nicht mehr treiben.

Vor 4 Wochen mußte er wieder ins Krankenhaus und da wurde mit einem Ballon eine Gefäßverengung erweitert (war ziemlich schwierig, weil es an einer nicht einfach zugänglichen Stelle war). Während dessen war er auch noch sehr erkältet, auch mit Fieber, hat diese Erkältung aber m.E. auskuriert (dauerte aber ca. 2-3 Wochen)

Seit ca. 2 Wochen hat er oft einen hohen Blutdruck (180) und Schmerzen hinter der linken Brust, auch teils im Nacken. Er fühlt sich schlapp. Meist tritt es morgens auf. Wenn er Nitrospray nimmt oder eine Tablette zusätzlich (welche weiß ich jetzt nicht), geht es teilweise. Zwischendurch geht es ihm auch immer wieder mal gut. Beim Arzt ergab das EKG keine Veränderung und auch die Blutuntersuchung hat nichts ergeben.

Was kann man tun?

Der Cardiologe:

Ihr Vater sollte sich möglichst rasch erneut dem niedergelassenen Kardiologen vorstellen. Ziele:
1. Ausschluss einer Beteiligung des Herzens (Herzentzündung) im Rahmen
der Infektion.
2. Ausschluss einer erneuten Verengung der Kranzgefäße bzw. des Stentes.

Blutdruck-Anstieg nach Bypass-Op
03.12.03

Im Januar 2001 wurde eine 3fach-aortokoronare Bypassoperation bei meinem Mann (51) durchgeführt.Seit 2 Monaten stieg der Blutdruck trotz Medikamente an und heute wurde bei der Herzkatheteruntersuchung festgestellt, dass zwei Venen verschlossen sind.
Meine Frage: Wie kann das innerhalb von zwei Jahren passieren?

Der Cardiologe:

Statistisch ist nach 10 Jahren die Hälfte der Bypässe wieder verschlossen - manchmal sind dann alle Bypasses verschlossen, manchmal alle offen, es ist etwas Glück, liegt aber auch teils an der Behandlung der Risikofaktoren.

Depressionen nach OP.
04.11.03

Mein Vater (72) hat eine biologische Aortenklappe erhalten und hatte im Anschluß an die Operation, bzw. auf der Aufwachstation ein sehr großes seelisches Tief. Diese Depression dauert immer noch an. OP-Tag vor 10 Tagen.

Ist zu hoher Puls an den ersten Tagen nach der OP nichts außergewöhnliches?? Er wurde am 3. postoperativen Tag nochmals unter Vollnarkose mit Elektroschock behandelt.

Können sie die Reha Klinik Lauterbach Mühle am Starnberger- bzw. Ostersee in Seeshaupt empfehlen, oder würden Sie mir bzw. meinen Vater zu einer anderen Klinik raten?

Der Cardiologe:

 
Die Lauterbacher Mühle ist eine bekannte und renommierte Reha-Klinik für Herzkrankheiten. Wichtig erscheint aber auch die kontinuierliche Betreuung nach der Reha-Massnahme durch den niedergelassenen Kardiologen vor Ort.

Ein seelischer Tiefpunkt nach OP ist normal, wichtig ist hier die Unterstützung durch Angehörige sowie insbesondere sportliches Training, um Zutrauen zu sich und der eigenen Leistungsfähigkeit zu gewinnen. Rhythmusstörungen, auch schneller Puls, können vorkommen und müssen natürlich adäquat behandelt werden...

Neurologische Probleme nach Bypass-Op
22.10.03

 

Meine Mutter (70 Jahre) hat Anfang April 2003 kurzfristig eine Bypassoperation bekommen, da die Arterien stark verschlossen waren.

Bei der Operation wurde wegen fehlender Venen in den Beinen auch die Brustwandarterie verwendet. Trotz der Venenproblematik verlief die Operation ohne große Probleme.

Nach der Operation leidet meine Mutter nun unter Rückenschmerzen, was wohl nach einer solchen Operation normal ist. Allerdings ist seit ca. 7 Wochen ein starkes Schwindelgefühl hinzugekommen, weshalb sie zum Neurologen überwiesen wurde. Der Neurologe hat sie sofort in die neurologische Abteilung eines Krankenhauses überwiesen, wo man bei der Aufnahmeuntersuchung eine Verengung von zwei Adern im Kopf feststellte. Die Fachärzte sind aber mittlerweile der Meinung, dass diese Verengungen nicht so bedrohlich sind wie am Anfang angenommen und vermutlich auch nicht Auslöser für den Schwindel sind.

Vor der Operation hatte meine Mutter noch nie etwas mit Schwindel zu tun, so dass die Vermutung nahe liegt, dass der Schwindel in Verbindung mit der Operation steht oder durch die danach notwendigen Medikamente verursacht wird. Da die Ursache mit Sicherheit sehr vielfältig sein kann, hat meine Mutter mittlerweile Angst, dass die Ursache nie gefunden wird. Man hatte ihr gesagt, dass sie mit mindestens mit 5 Tagen Krankenhausaufenthalt rechnen muss. Im Augenblick sieht es eher nach einem längeren Aufenthalt aus was, wenn die Untersuchungen zum Erfolg führen, natürlich besser ist, als mit dem Schwindel leben zu müssen.

An welchen Arzt kann man sich wenden wenn die Untersuchungen in der neurologischen Abteilung zu keinem Ergebnis führen ?
Wie kann ich meiner Mutter als Angehöriger helfen die pessimistische Einstellung loszuwerden ?

Der Cardiologe:

Leider sind neurologische Probleme nach Bypass-OP nicht ganz selten, denn manchmal lässt die Hirnleistung infolge der perioperativen Situation nach. Sie sollten Ihrer Mutter eine positive und aktive Einstellung verschaffen. Die wichtigste Therapie ist die tägliche Übung, sowohl körperlich als auch geistig, neben Bewegungs- und Sporttraining sollten auch Lesen, Auswendiglernen, Gespräche etc. auf dem Programm stehen.

Schmerzen im Brustbereich nach Bypass-Op
16.10.03

Nach einer Bypass-Operation sind die Beschwerden am Herz zwar beseitigt (denke ich mal), aber seit jener habe ich öfter Schmerzen im Brustbereich und bekomme schlecht Luft beim Schlafen, so dass ich aufwache und im Sitzen weiterschlafen muss.

Die Luftknappheit hatte ich gleich nach der OP und im Halbschlaf auf der Intensivstation habe ich nur mitbekommen, dass da irgendetwas nicht in Ordnung war. Seit dem ist diese Beschwerde nicht die einzige. Hinzu kommt noch, dass ich beim ersten Bissen einen tierischen Schluckauf bekomme, ist doch nicht normal.

Kann das sein, dass diese Beschwerden im Zusammenhang mit der Eröffnung des Brustkorbs bei der OP zusammenhängen bzw. Folgen der Öffnung, die ja nicht gerade sanft ist, sind ?
Oder sind es die Drähte, die im Brustbereich noch vorhanden sind, die diese Beschwerden auslösen?
Was könnte es sein, denn der Hausarzt und auch der Kardiologe finden nicht den Fehler, der zweifelsfrei vorhanden ist. Sonst ist alles wieder in Ordnung.

Der Cardiologe:

Natürlich können infolge der Thorakotomie noch Probleme auftreten, beginnend mit Verwachsungen, Entzündungsreaktionen, Probleme mit der Cerclage.

Erfahrungsgemäß lassen diese, wenn man in der Untersuchung ggf. einschließlich Röntgen des Brustkorbes nichts pathologisches findet, mit der Zeit (bis zu 1 Jahr) nach, manchmal bleibt eine Wetterfühligkeit. Sie sollten sich aber noch einmal mit Ihrem behandelnden Arzt im Krankenhaus zusammensetzen, um zu erfahren, ob dort Auffälligkeiten auftraten. Wichtig sind Verlaufskontrollen bei Ihrem Kardiologen vor Ort.

Ziehen nach Bypass-OP
22.07.2003

Ich bin 46 Jahre alt (183 cm, 82 kg).

Im Juni des letzten Jahres beginnend trat beim regelmäßigen, morgendlichen 1000-Meter-Schwimmen nach einigen Bahnen ein heftiger brennender Schmerz im oberen Bereich des Brustbein auf.

Der Schmerz war unter Belastung reproduzierbar. Nach Besuch beim Hausarzt, Internist und Kardiologen wurde eine Herzkathederuntersuchung durchgeführt und drei Verengungen festgestellt. Im September unterzog ich mich einer Bypass-Operation, von deren Folgen ich mich sehr gut erholt habe.

Ich habe meine Ernährung verbessert, nehme täglich Bisobeta (5), Lisigamma (10), Zocor (5) und ASS. Kein Nikotin, selten Alkohol. Meine Blutwerte sind alle in Ordnung.

Ich schwimme wieder vier bis fünf Mal pro Woche zügig 1000 Meter und fahre ein bis zwei Mal eine halbe Stunde Ergometer.

Vor 14 Tagen führte mein Kardiologe (im Rahmen einer geplanten
Kontrolluntersuchung) eine Stress-Echokardiographie mit anstandslosem Ergebnis durch, bei der ich beschwerdenfrei mit 250 Watt und 180 Schlägen ausgelastet wurde.

Soweit so gut. Nun zu meiner Frage:

Ich habe seit der OP gelegentlich ein Ziehen in der linken Brust, was mich aufgrund der Narben und als Folge der OP überhaupt nicht beunruhigt hatte. Vor ca. vier bis fünf Wochen trat dieses Ziehen häufiger auf und verstärkte sich beispielsweise beim Schwimmen oder Ergometer fahren nach etwa 10 Minuten. Das Ziehen ist in seiner Intensität nicht vergleichbar mit dem Brennen, was ich im letzten Jahr empfand und was mich regelmäßig zum Abbruch des Schwimmens zwang. Stattdessen setze ich heute mein Schwimmen fort. Manchmal lässt das Ziehen beim Weiterschwimmen auch nach, z. B. auch bei großer körperlicher Anstrengung beim Endspurt auf den letzten Bahnen.

Insgesamt bin ich aber beunruhigt, weil mich dieses Phänomen sehr an die Ereignisse des letzten Jahres erinnert und weil ich (gelegentlich) befürchte, dass erneut eine Verengung aufgetreten ist.

Ich habe diese Beobachtungen und meine Ängste natürlich meinem Kardiologen erzählt, der wegen der Ergebnisse des Stress-Echos keine Indizien für eine erneute Verengung sieht und mir geraten hat, mich nicht weiter zu sorgen.

Können solche Beschwerden psychisch verursacht werden? Kann dieses Ziehen, was auch ohne Belastung auftritt, sich aber unter Belastung verstärkt, aufgrund der OP-Folgen entstehen?

Ich neige im Moment dazu, einfach weiter abzuwarten. Mich interessiert Ihre Meinung.

Der Cardiologe:

Unabhängig von den Ergebnissen der nicht-invasiven kardiologischen Diagnostik sind Beschwerden wie vor der Bypass-OP natürlich sehr ernst zu nehmen. Da Sie sportlich und jung sind müssen Sie natürlich wissen, woran Sie sind. Ich würde mich bei belastungsabhängigen typischen thorakalen Beschwerden einer erneuten Herzkatheteruntersuchung unterziehen, nur hierdurch ist eine sichere Feindiagnostik möglich. Der Zeitpunkt ist sicherlich sinnvoll, wenn die Gefäße erneut verengt sind dann erfahrungsgemäß in den ersten Monaten ... - eine Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich. Sprechen Sie mit Ihrem betreuenden niedergelassenen Kardiologen darüber ...

Beschwerden nach Bypass-OP
17.09.2001

Im Dezember 2001 erhielt ich überraschend 3 Bypässe im Alter von 34 Jahren. Kein Übergewicht, Nichtraucher, häufig Sport, also kein typischer Patient. Wurde zuvor trotz Stressecho 2 Jahre auf Reflux behandelt. Nach der OP sind beim Sport keine Beschwerden mehr aufgetreten. Mein Problem sind nun massive Schmerzen in Form eines Druckgefühles im vorderen Halsbereiches, sowie am Unterkiefer eine Art Muskelkater und ein ständiges Engegefühl beim einatmen im Hals bis zum Brustbein.

Diese Beschwerden treten vor allem im Ruhezustand auf, bei Belastung werden sie etwas geringer. Alle Fachärzte, vom Kardiologen, Schilddrüse, Wirbelsäule, Neurologen (Kernspin.) über Speiseröhre usw. konnten keine Erklärung für diese Symptome finden. Die Beschwerden werden allerdings immer Stärker und somit ist kein "normaler" Tagesablauf mehr möglich. Eine Verbesserung bei Belastung spricht eigentlich gegen Gefäßverengung. Hatte den Eindruck das die Symptome nach der Herzkathederuntersuchung begannen. Nach dem Schlafen sind die Beschwerden etwas besser, habe aber diesen ständigen Druck der einem den Hals gewissermaßen zuschnürt, verbunden mit Hitzewallungen und Atemnot. Wäre trotz negativer Ultraschall und Belastungs-EKG ein Myokardszyntigramm oder Computertom. sinnvoll? Nehme Sortis 40mg bis vor OP nur 20mg, evtl. daher Muskelverkramfungen im Halsbereich ?. Was könnte Ich noch tun bzw. welche Diagnose würden Sie stellen ?

Der Cardiologe:

Auch ein Myokardszintigramm weist nur in 80-90 % bedeutsam Engstellen nach. Dieses wäre zur Orientierung in einem Fall wie Ihrem sinnvoll, kann aber letztlich Unsicherheiten nicht beseitigen Sie sollten mit Ihrem betreuenden niedergelassenen Kardiologen diskutieren, ob ein Kontroll-Katheter nicht sinnvoll ist - nicht zuletzt wegen Ihrer Psyche - und weil Sie sich als junger Mensch natürlich bedenkenlos belasten können müssen ...

Gerinnungshemmung nach Aortenklappenersatz
17.09.2002

Ich bin 66 Jahre altu und seit 1997 habe ich einen Aortenklappenersatz "carbomedics a 23 mm" und stelle meinen INR-Wert selber mit einem eigenen Gerät zur Blutuntersuchung ein. Zur Zeit stelle ich zwischen 2,1 bis 2,3 INR ein.

Ich habe bereits mehrfach spontane Einblutungen in den Oberschenkel oder in den Ellenbogen erfahren. Wie hoch sollte mein INR-Wert nach ihrer Meinung liegen? Gibt es die Möglichkeit bei meinem Klappentyp ganz auf Marcumar zu verzichten ?

Der Cardiologe:

Marcumar ist bei einer Kunstklappe unbedingt erforderlich. Entscheidend ist nicht nur die absolute Höhe / Stärke der Blutverdünnung, sondern insbesondere die Konstanz des Wertes. Sie sollten nicht unter INR 2 gehen, dann kann es zu Auflagerungen auf der Klappe kommen. Bei Ihrem Problem wäre die Vorstellung in einer Gerinnungsambulanz an einem Herzzentrum durch Ihren Kardiologen /Internisten zu erwägen, ggf. liegt eine Gerinnungsstörung vor, dieses sollte abgeklärt werden.
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 18.10.05