zur Startseite Patientenfragen
Pulswerte
Praxis Dr. Hüting
Dr. Hüting

Bitte beachten Sie: 
Diese Ratschläge gelten keinesfalls als endgültige Medikation. Sie sollen für Sie außer allgemeiner Information nur einen Anhaltspunkt bieten, wann Sie sich spätestens an Ihren Hausarzt bzw. Kardiologen wenden sollten!

Erhöhter Puls bei geringster Belastung
11.12.06

Hallo, ich bin 28 jahre alt, weiblich, 1.60 m gross und 63 kg schwer.

Ich war heute bei einem Trainingsversuch in einem Fitnesscenter. Dort wurde festgestellt, dass mein Puls bei minimaler Belastung schon nach wenigen Minuten bei 140/min war. Ich war dabei weder außer Atem noch hatte ich Schmerzen in der Brust oder gar Schwindel.

Nun habe ich meinen Puls mal beobachtet und festgestellt, dass nur bei der kleinsten Bewegung (Gang zur K üche) mein Puls bei 100 liegt, aber wie gesagt keine Dyspnoe oder sonstige Symptome.

Der Cardiologe:

Die Pulsfrequenzen würden mich bei einem Untrainierten nicht irritieren. Natürlich kann man die Schmerzen in der Brust von ferne nicht beurteilen. Ich würde mein Trainigsprogramm sehr langsam steigern, parallel dazu wird Ihr Puls sinken...
Kann dauerhaft erhöhter Puls das Herz schädigen?
23.08.06

 

Ich habe  seit Geburt eine dauerhaft erhöhte Herzfrequenz, kardiologische Untersuchungen ergaben keinen organischen Befund.

Heute, ich bin 28 Jahre alt, liegt mein Ruhepuls bei 100-120. Es gibt Tage an denen ich dies kaum bemerke, an anderen empfinde ich es jedoch als Belastung. Vor mehr als zehn Jahren wurde ich mit Betablockern behandelt. Da mein Blutdruck aber recht niedrig ist (100/70), führten diese Medikamente häufig zu Schwindelgefühl usw.

Meine Frage: Kann eine solche über Jahrzehnte bestehende erhöhte Herzfrequenz zu Schädigungen des Herzens führen oder ist sie als unbedenklich einzustufen?

Gibt es beeinflussbare Ursachen für diese erhöhte Herzfrequenz? Kann man etwas dagegen tun?  (Ich rauche nicht, trinke keinen Kaffee, bin nicht übergewichtig und führe auch sonst ein recht gesundheitsbewusstes Leben).

Der Cardiologe:

 

Ein erhöhter Puls kann in der Regel durch Ausdauersport reduziert werden, Betablocker sind wegen der von Ihnen genannten Problematik mit niedrigem Blutdruck häufig ungünstig.

Prinzipiell ist ein erhöhter Puls im Einzelfall unbedenklich, der individuell angeborene „normale“ Pulsschlag kann sehr unterschiedlich sein.

Niedriger Puls, Schwindel und Stechen in der Brust
23.08.06

 

 

Ich bin 22 Jahre alt und stand längere Zeit wegen Herzstechen und Herzstolpern unter kardiologischer Aufsicht. Es wurde nichts organisches gefunden, es hieß, die Beschwerden würden sich im Lauf der Jahre "verwachsen". Ich erhielt Beta-Blocker, die ich jedoch gar nicht vertragen habe, außerdem war mein Blutdruck eh schon niedrig. Mit 20 wurde mir mitgeteilt, ich hätte einmal eine Myokarditis gehabt.

Ich habe schon mehrere Herz-Ultraschalluntersuchungen, Langzeit-EKG´s und Belastungs-EKG´s hinter mir. Mein pq-Intervall ist grenzwertig, aber wohl noch in Ordnung. Der Kardiologe machte mir trotzdem ein wenig Angst, ich sollte nur sehr vorsichtig Sport machen und in einem Jahr wiederkommen. Warum, wenn doch alles in Ordnung war? Sollte ich wieder hingehen?

Bis vor kurzem hatte ich einen Durchschnittsruhepuls von 82. Seit ein paar Wochen ist mein Puls aber in Ruhe höchstens bei 64, manchmal unter 60. Ist das normal? Ich bin nicht sonderlich trainiert, aber sehr schlank. Außerdem ist mir sehr oft schwindelig. Ich habe oft auch einen sehr unregelmäßigen Puls (in Ruhe); ein paar Schläge schnell, ein paar Schläge langsam, dann einen kurzen Aussetzer. Auch Extra-Systolen. Die ja aber nicht gefärlich sein sollen.

Außerdem habe ich manchmal noch Stechen und Brennen in der linken Brust. Ist es möglich, dass das Verspannungen sind, die praktisch über die Rippen Schmerzen verursachen? Das leuchtet mir ein. Es sind nämlich immer nur kurze, stechende Schmerzen.Muss ich mir Sorgen machen?

Der Cardiologe:

 

Sie sollten diese Fragen, insbesondere die der Belastbakreit, mit Ihrem Kardiologen vor dem Hintergrund des detaillierten Herzbefundes diskutieren.

Interessant ist hierbei natürlich die Frage, ob die diagnostizerte alte Karditis relevante Spuren hinterlassen hat. Dieses kann ich so nicht entscheiden.

Erhöhter Puls durch Schilddrüsenerkrankung
23.01.06

 

 

 

 

Zu meiner Person: 46 Jahre, weiblich.

Vor ca. 15 Jahren habe ich plötzlich einen Morbus Basedow (Anm.d. Red.: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) mit Augenbeteiligung bekommen. Damit verbunden auch einen erhöhten Puls. Daraufhin hat mein Hausarzt mir Betablocker 1/2 Tabl. täglich morgens verordnet, die ich auch heute immer noch einnehme (Blutdruck immer eher niedrig, Ruhepuls zwischen 85 und 100). Seit Jahren Schliddrüsenüberfünktion, Schilddrüse vergrößert, keine Schilddrüsenmedikation.

Durch immer wiederkehrende Furunkel (Streptokokkeninfektion) in diesem Jahr, bin ich jetzt an einen Cardiologen weiter überwiesen worden. Dort wurde sicherheitshalber ein EKG und ein Herzecho gemacht, ob die Streptokokken evtl. Schaden am Herzen angerichtet haben. Es ist aber, Gott sei Dank, alles in Ordnung. Inzwischen ist schon wieder ein neues Furunkel aufgetreten, welches wieder chirurgisch geöffnet wurde - keiner weiß woher das ewig kommt.

Jetzt meinte der Cardiologe, ich sollte mal darüber nachdenken, die Betablocker ausschleichen zu lassen, und eher den erhöhten Puls in Kauf zu nehmen. Nachdem ich die Betablocker auch schon so viele Jahre einnehme, bin ich nicht abgeneigt, zumal ich mich in letzter Zeit auch eher müde und abgeschlagen fühle, und auch erheblich unter "trockenen Augen" leide.

Sollte ich das vielleicht versuchen? Ich habe aber etwas Bedenken, weil ich kurz vor Einnahme vor 15 Jahren häufig solches Herzrasen hatte, das ich dadurch schon Panikattacken bekam (sicherlich auch psychisch bedingt), und dadurch das Herz wohl noch schneller raste.

Wenn ja, wie ausschleichen - oder gibt es vielleicht ein anderes Medikament, welches weniger Nebenwirkungen als ein Betablocker hat, um die Pulsfrequenz zu senken ?

Der Cardiologe:

Auf jeden Fall ist es sinnvoll, eine Langzeit-Medikation immer wieder kritisch zu überprüfen. Schneller Puls kann auch durch Ausdauersport gesenkt werden.

Ab Januar gibt es ein Medikament, das schnellen Puls senkt ohne den Blutdruck zu beeinflussen. Dies sollte aber erst nur in Ausnahmefällen verordnet werden, bis man die Wirkungen und auch unerwünschten Nebenwirkungen besser kennt.

Zu hoher Ruhepuls Betablocker-Therapie
04.01.06

 

Mein Hausarzt hat bei mir nach einmaliger Untersuchung festgestellt, dass mein Ruhepuls zu hoch ist, dazu muss ich sagen, dass bei mir vor ca. 4 Wochen sich dieses zugetragen hat: Wache nachts auf, mein Herz raste wie verrückt, mir brach vor Panik der Schweiß aus und ich hatte ein Zittern in der Magengegend. Es war wirklich schlimm, danach beruhigte sich alles wieder.

Am anderen Tag war ich unruhig und meine linke Schulter und Arm schmerzten, dass verging nach einer Woche und mir ging es wieder gut am Sonntag vor fünf Tagen wurde ich auch durch Herzrasen aus dem Schlaf gerissen, war schlimm aber nicht so heftig wie zuvor.

Daraufhin suchte ich meinen Hausarzt auf und nachdem er den Blutdruck gemessen und EKG gemacht hatte, kam er zu dem Schluss, dass ich erst mal Betablocker nehmen und einen Termin zum Ende diesen Monats zum Scheck-up vereinbaren sollte.

Was mich daran stört sind die Betablocker. Ist ja immerhin kein harmloses Medikament. Was soll ich tun?

Der Cardiologe:

 
Betablocker sind gegen Herzrasen wirksam, Nebenwirkungen sind selten und in der Regel harmlos. Ggf. wäre eine Untersuchung des Herzens durch einen niedergelassenen Kardiologen einschließlich LZ-EKG und Herzecho sinnvoll, um eine zugrundeliegende Herzkrankheit auszuschließen.

Atemnot und hoher Puls - liegt es am Rücken oder ist es das Herz?
07.07.05

 

 

Ich leide darunter, nicht richtig durchatmen zu können. Schmerzen habe ich im Brustwirbelsäule-Bereich (wahrscheinlich von BWS 6-9), dieser zieht über die Rippenmuskulatur bis hin zur Herzspitze. Das Ganze äußert sich mit einer sehr hohen Pulsfrequenz unter Belastung, obwohl ich mich schon mehr zu den Leistungssportlern zähle.

Nach 2 MRT´s für die komplette Wirbelsäule fällt allerdings die Diagnose Rückenprobleme heraus. Kein Orthopäde findet einen Schaden. Krankengymnastik für den Rücken hat auch nichts genutzt. Der Lungenfacharzt konnte auch nichts feststellen.

Ich habe beim Kardiologen ein Streßecho machen lassen. Mein Herz wäre angeblich ok., aber der Puls ist eindeutig zu hoch. Mein Streß-EKG war miserabel, aber das wäre bei Frauen in meinem Alter (35J) nichts ungewöhnliches. Bei einem Mann würde dieses EKG auf einen Herzinfarkt hinweisen. Nach wie vor ist mein Hauptproblem, daß ich nicht richtig durchatmen kann (also auch nicht gähnen), daher bin ich auch sehr oft müde.

Ich hoffe, Sie können mir einen Rat geben, ob es evtl. doch am Herz liegt oder welcher Arzt mir weiterhelfen kann. Im Ruhezustand habe ich diese Atemnot auch.

Der Cardiologe:

Sind die Schilddrüsenhormone schon bestimmt wurde um eine Überfunktion auszuschließen? Schneller Pulsschlag bei Ausschluß einer Herzkrankheit oder von Trainingsmangel als Ursache kann häufig auf Stress oder verminderten Salz- /Flüssigkeitskonsum bezogen werden.

Manchmal hilft auch ein Klimawechsel etwa mit Aufenthalt an der See. Eine mechanische Atemstörung muss nicht immer im CT /MRT ein Korrelat haben ... häufig spielt auch die Psychologie und Selbstbeobachtung eine große Rolle. Verlaufskontrollen beim Kardiologen und Orthopäden würde ich auf jeden Fall empfehlen.

Hoher Puls bei Schilddrüsenunterfunktion
10.05.05

Brauche bitte dringenden Rat. Bei mir wurde vor kurzem eine Schilddrüsen-Unterfunktion diagnostiziert. Normalerweise sollte bei dieser Krankheit der Puls sehr niedrig sein, bei mir genau umgekehrt, da ich in den letzten Monaten und Jahren sehr oft einen sehr hohen Ruhepuls (um die 100) und Herzrhythmusstörungen (alle paar Minuten) hatte. Noch dazu nehme ich jetzt die Schilddrüsentabletten und habe massive Probleme beim Steigern der Dosis, obwohl ich jetzt schon über 4 Wochen damit gewartet habe. Jetzt habe ich die Dosis erhöht mit dem Ergebnis, dass mein Ruhepuls jetzt dauernd so hoch ist und die Herzaussetzer viel massiver sind.

Ich mache mir Sorgen, wie ich das in den Griff kriegen soll. Ich will nicht mein ganzes Leben lang diese Beta-Blocker nehmen (mein Blutrduck ist nämlich normal: 120/80).

Der Cardiologe:

 
Schneller Puls kann natürlich aus andere Ursachen haben wie Trainingsmangel, hohes Gewicht, Stress etc.. Eine engmaschige Kontrolle der Schilddrüsensituation durch einen entsprechenden Spezialisten ist jedoch erforderlich. Außerdem würde ich eine begleitende Betreuung durch einen niedergelassenen Kardiologen empfehlen, um eine primär kardiale Ursache des beschleunigten Pulsschlages auszuschließen.

Exzessiv hoher Puls - Grund zur Sorge?
06.04.05

 

 

Ich bin 15 Jahre alt, 178cm groß, 68kg schwer und treibe nicht regelmäßig Sport (nur in der Schule). Generell habe ich das Problem, dass ein Zittern nach sportlichen Aktivitäten (konditionell, sowie wie jene, die ich im Folgenden beschreibe) auftritt. Da ich mit dem Training im Fitness-Center vor Ort beginne, machte mich der Trainer auf den exzessiv hohen Puls aufmerksam. Er erklärte, dies müsste nicht unbedingt auf einen Herzfehler oder ähnliches hinweisen, aber wir würden etwas Konditionstraining machen, um das Herz-Kreislauf-System zu stabilisieren.

Im Übrigen leide ich nicht unter konditionellen Problemen. Aus den oben aufgeführten Gründen bin ich auch schon bei meinem Hausarzt gewesen, wo mein Puls gemessen und als normal empfunden wurde (Ruhezustand und Belastungs-EKG inkl. Abhören des Herzens).

Absolviertes Training im Fitness-Center:

Verschiedene Geräteübungen für Rücken, Bauch und Beine, sowie anschließendes Fahrradfahren (Puls/Herzfrequenzmessung,lag bei 170 und ging innerhalb von 20min auf ca. 150 runter bei 60-75 Umdrehungen/Minute und 45 Watt).

Ich hoffe, Sie können mit diesen, meiner Meinung nach, relativ genauen Angaben etwas anfangen.

Gibt es einen Anlass zur Aufregung? Ich hatte bis Dato keine sich durch Schmerz artikulierende Probleme mit meinem Herzen.

Der Cardiologe:

 
Im Zweifelsfall wird eine kardiologische Untersuchung empfohlen, um ein zugrunde liegendes Herzproblem mit (großer) Sicherheit auszuschließen.
Schließlich muss man mit 15 Jahren sicher wissen, dass man normal belastbar ist.

Sehr schneller Puls bei normalem Blutdruck.
17.11.04

 

Ich bin 19 Jaher alt und habe seit ca. einem halben Jahr schnelles Herzklopfen. Ich hatte sehr viele Probleme in der Schule und hatte auch immer deswegen einen hohen Blutdruck. Im Sommer habe ich mich erholt und pflanzliche Beruhigungsmittel genommen, die mir mein Arzt verschrieben hat.

Seit ungefähr einem Monat habe ich normalen Blutdruck doch einen sehr schnellen Herzschlag. Ich messe meinen Blutdruck jeden Tag. Der obere ist immer zwischen 125-138 und der untere ist 60-74 max. Doch mein Herzschlag pro Minute ist nie unter 96! Heute war er sogar 121! Ich will nicht voreilig zum Arzt gehen, deswegen wende ich mich an Sie!

Ich betreibe kaum Sport, da ich die Zeit nicht dazu habe und habe auch nicht so oft Stress. Daher verstehe ich dies nicht.

Der Cardiologe:

Der schnelle Puls kann natürlich von Sport-Mangel kommen, aber andere Ursachen sollten auch ausgeschlossen werden. Insbesondere sollte bei schnellem Puls die Schilddrüse untersucht werden (Labor aus Blutentnahme), ggf. sollte auch ein Herzecho beim niedergelassenen Kardiologen aufgezeichnet werden.

Laute Pulsgeräusche.
21.10.04

 

Gerne gelange ich mit folgender Frage an Sie:
Ich bin 47 Jahre alt, treibe regelmässig Sport, habe einen Ruhepuls von ca. 60 und einen Blutdruck im Normalbereich.

Wenn ich unter Stress stehe, habe ich ab und zu ein leichtes Stechen in der Herzgegend. Seit rund zwei Wochen "höre" ich auf einmal den Puls (bzw. das durch ihn verursachte Blutrauschen) in meinem linken und, etwas weniger, auch in meinem rechten Ohr. Dies stört mich besonders beim Liegen, wenn ich schlafen möchte. Ich habe keine Kopfschmerzen.

Zusatzfrage:
Gibt es Wechseljahre beim Mann, und können die auf die Herzfunktion einen Einfluss haben?

Der Cardiologe:

 
Das Thema "Wechseljahre des Mannes" ist immer beliebt - aber nicht definitiv geklärt.

Bezüglich des Ohrenrauschens wäre an eine Engstelle der Kopfgefäße zu denken, dies kann durch eine Carotis(Kopfarterie)-Duplex-Ultraschall bei Ihrem Kardiologen weiter abgeklärt werden.

Schwindelgefühl - liegt es am hohen Puls? Besteht Herzinfarkt-Risiko?
21.10.04

 

Ich bin 31 Jahre jung und wiege 82 Kg bei einer Körpergröße von 1,78m. Vor einem halben jahr hatte ich eine Panickattacke und seitdem schlägt mein Herz immer sehr schnell. Nur selten ruhig. Ich steigere mich dann immer mehr rein und mein Herz wird dann auch somit schneller. Ich erreiche Werte so um die 100-120 Schläge/Minute.

Ist das schädlich ? Mir ist auch oft Schwindelig.
Kann das auch vom hohen Puls kommen ? Ich habe Angst einen Herzinfakt zu bekommen. Davor habe ich panische Angst und dann bekomme ich zudem Kopfschmerzen und mir wird schwindelig in dem Moment.

Seit 2 Wochen treibe ich täglich Sport, da ich arbeitslos bin habe ich so viel Zeit dazu. Das tut mir auch gut.

Was kann ich sonst dagegen machen ? Muss ich mir ernsthafte Sorgen machen ?
Im Krankenhaus wurde mein Herz bereits untersucht und für völlig gesund befunden.

Der Cardiologe:

 
Es klingt so als wenn Ihr Herz Ausgleichssport braucht. Wenn Ihr Kreislaufsystem incl. Herz als völlig gesund getestet wurde, sollten Sie dies als Ermutigung und Anlass hierzu nehmen.

Ungewöhnlich niedriger Puls
20.09.04

 

Seit ich mir vor kurzrem eine Pulsuhr besorgt habe, messe ich meinen Puls in allen Lebenslagen.
Eigenlich habe ich einen Puls um die 68(+-7), wenn ich etwas tue, z.B. diesen Text schreiben, aber wenn ich mich setze oder hinlege und vielleicht ein Buch lese, Musik höre oder einfach nur den Puls in aller Ruhe messe, geht mein Puls runter auf durchschnittlich 41, das heißt er geht auch mal auf 35 aber nicht über 45, nur wenn ich etwas Anstrengendes tue, ich fühle mich trotzdem ganz normal.

Vor 2 jahren wog ich noch 98kg jetzt wiege ich 82 kg, ich bin 197cm groß, wachse aber nicht mehr, und 18 Jahre alt und treibe ein bis zweimal die Woche Sport (Schwimmen), kann aber nicht von mir behaupten ein Ausdauersportler zu sein mit einem Ausdauerherz, zudem habe ich noch eine Heuschnupfen- und Hausstauballergie, die mir manchmal Atembeschwerden bereiten.

Meine Frage: Ist ein solch niedriger Puls in dem Fall normal?

Der Cardiologe:

 
Normalerweise tritt niedriger Sport bei Ausdauersportlern auf, nicht beim Fasten. Sie sollten ein LZ-EKG bei Ihrem Kardiologen schreiben lassen, um der ungewöhnlich niedrigen Puls- /Herzfrequenz auf den Grund zu gehen.

Lang andauernder beschleunigter Puls.
09.07.04

 

Ich bin 38 Jahre alt, 183 cm groß, Gewicht 73 kg. Mein Ruhepult ist relativ niedrig: 60; seit ca. einem Jahr sogar noch niedriger: 50 bis 60. Ab und zu mache ich Sport: Jogging.

Hierzu meine konkrete Frage:
Nach dem Joggen (30 bis 45 Minuten) bleibt mein Puls mehrere Stunden (ca. 4 Stunden) auf 80 - 100 Schlägen/Minute und erst danach normalisiert er sich auf meinen Wert von 50 - 60. Hat das etwas zu bedeuten? Die Zeitspanne für die Normalisierung scheint mir sehr lang zu sein.

Noch ein Hinweis: Ich habe seit ca. 15 Jahren phasenweise mit Herzrhythmusstörungen (Herzstolpern) zu tun. Untersuchungen (EKG, Belastungs-EKG) haben keine organischen Ursachen ans Tageslicht gebracht. Der Arzt meint, es ist vegetatv bedingt.

Der Cardiologe:

Nach Ausschluss einer strukturellen Herzkrankheit im Herzecho würde ich mir wegen prolongiert beschleunigten Pulsschlages nach Belastung keine Sorgen machen, dies hat in der Regel keinen Krankheitswert, zumal Ihr Ruhewert ansonsten völlig normal ist. Ein gelegentliches Langzeit-EKG mit entsprechender Belastung zu Hause wird empfohlen.

Langsamer Puls. Brauch ich einen Schrittmacher?
20.04.04

 

Ich habe einen sehr niedrigen Puls (Durchschnittswert im Langzeit-EKG 46, nachts sinkt er auf 26 ab. Organisch können keine Schäden festgestellt werden. Ich mache ca. 5-6 mal pro Woche Ausdauersport (1 Std. Joggen). Außerdem hatte ich bis vor 3 Jahren Essstörungen mit langen Hungerphasen. Im letzten Jahr habe ich 12 kg abgenommen durch fettarme Kost und Sport. Jetzt will ich nicht weiter abnehmen.

Mein Kardiologe hat eine Schilddrüsen-Unterfunktion festgestellt (T3-Wert 2.7), die jetzt medikamentös behandelt wird. Er meinte, evtl. könnte der niedrige Puls damit zusammenhängen. In einer Woche muss ich nochmal zur Untersuchung. Falls mein Puls nachts weiter so stark absinkt, will mein Arzt mir einen Herschrittmacher verpassen. Rhythmusstörungen o.ä. wurden nicht festgestellt, ich habe auch keine Probleme wie Ohnmacht oder andere Beschwerden.

Daher meine Frage: Brauche ich wirklich einen Schrittmacher? Kann es wirklich passieren, dass das Herz einfach aussetzt nachts? Wie kann ich meinen Herzschlag beschleunigen?

Der Cardiologe:

Sehr niedriges Gewicht (Anorexie) und ausgeprägte Sportbelastungen können zu niedrigem Puls führen, ebenso eine Schilddrüsen-Unterfunktion. Die Indikation zum Schrittmacher würde ich insbesondere in jungem Alter streng stellen, ggf. auch einen weiteren Kardiologen um eine zweite Meinung bitten.

Ein triftiger Grund wären längere Pausen (über etwa 4,5s) oder Schwindel, Synkopen, Leistungsschwäche mit Bezug hierauf. Niedriger Pulsschlag ist statistisch mit langer Lebenserwartung verbunden. Eine med. Pulsbeschleunigung kann durch Anticholinergika, bewirkt werden, wenn erforderlich.

Langsamer Puls
12.01.04

 

Mein Mann, 65 Jahre, steht beruflich unter starkem Stress (selbständig). Sein Blutdruck variiert am Tag zwischen 135-170 /70-80, Puls 49-60.

In letzter Zeit kommt es oft vor, dass es ihm blitzartig schlecht geht, d.h. er hat ungefähr für 10 Min. ein Schwindelgefühl, ist extrem blass und hat ein großes Bedürfnis in diesem Moment Wasser zu trinken.

Ist dieser langsame Puls gefährlich, bzw. was können diese Schwindelattacken bedeuten ?

Mein Mann hatte früher immer einen zu hohen Blutdruck, der sich aber aufgrund seiner Gewichtsabnahme von ca. 20 kg in den letzten 3 Jahren relativ normalisiert hat - bis vor ca. 2 Wochen (öfters 170/87, Puls nie höher als 60).

Der Cardiologe:

Ihr Mann sollte sich einem niedergelassenen Kardiologen vorstellen, insbesondere dann auch ein Langzeit-EKG registrieren lassen. Falls die Attacken selten auftreten, ließe sich sicher auch ein Event-Rekorder (Bedarfs-Langzeit-EKG) mal für 14 Tage ausleihen, um die Ursachen dieser Attacken zu finden. Ein langsamer Puls an sich ist unproblematisch ...

Pulsfrequenz beim Training
03.12.03

 

Vor 4 Monaten habe ich (67 Jahre, 1,65m, 65 kg)
2 Bypässe erhalten (ich hatte noch keinen Infarkt)
Ich treibe regelmäßig Sport (Sportl. Radfahren, Fittness, Bergwandern)

Beim trainieren auf dem Fahrrad-Ergometer ist die angestrebte Pulsfrequenz 160 - Lebensalter (Fettverbrennung), 180 - Lebensalter (Kreislauftraining) Durch Einnahme von Betablockern ist nun mein Ruhepuls von ca. 68 auf ca. 54 gefallen, sodass der angestebte Trainingspuls (nach obiger Formel) nur mit deutlich erhöhter Tretleistung (W) erreicht wird

Frage:
Muß nicht in diesem Fall die Formel verändert werden ? (reduziert ?)
Wie würden Sie meine Pulsfrequenz bei Fettverbrennung bzw. Keislauftraining vorgeben ?

Der Cardiologe:

Je nach Ihrem sonstigen Herzbefund würde ich etwa 70% ihrer maximalen Herzfrequenz (= Frequenz bei maximaler Belastung unter Kontrolle Ihres Kardiologen) als Trainingsfrequenz anstreben. Dieser Wert ist unabhängig von einer Betablocker-Medikation, da auch bei Ihrem Kardiologen die Frequenz durch Betablocker-Einnahme gebremst ist.

Ohne Frequenzbremse gilt eine maximale Frequenz von 200 minus Alter als ausreichend, entsprechend dann 70% hiervon als Trainingsfrequenz..

Zu niedriger Puls. Eine Herz-Kreislauf-Störung?
12.11.03

Ich habe seit einigen Tagen einen für mich ziemlich niedrigen Puls. Mein durchschnittlicher Blutdruckwert beläuft sich auf 115/65 bis 125/75... Der Puls (normal) liegt bei 65 und in Ruhephasen bei 60-56.

Ich bin 38 Jahre und wiege bei einer Größe von 160 cm ca. 90 kg, rauche nicht und trinke nicht und treibe nur ab und zu Sport in Form von Radfahren. Zudem bin ich wegen einer Angststörung in Behandlung und wenn dann mal eine Panikattacke auftritt, beschleunigt sich mein Puls auf Werte, die zwischen 112 - 120/min liegen.

Mir macht der niedrige Puls Angst. Sind das Zeichen einer Herz-Kreislauf-Störung oder sind die Pulswerte im grünen Bereich?

Der Cardiologe:

Die individuellen Pulsfrequenzen sind sehr unterschiedlich. Ich halte Ihr Pulsverhalten für völlig normal, sowohl in Ruhe als auch unter Stress. Falls Sie keine weiteren Beschwerden haben, sollten Sie den Puls "vergessen"...

Zu hoher Ruhepuls
07.11.03

Ich bin 33 Jahre alt und habe einen ganz normalen Blutdruck, meistens sogar zu niedrig. Aber ich habe einen sehr hohen Ruhepuls (meistens um die 90/Min.), selbst morgens nach dem Aufstehen.
Woran liegt das und ist es gefährlich?

Der Cardiologe:

 

Ein hoher Puls ist häufig Zeichen von Untrainiertheit, kann aber auch Volumenmangel (zu wenig Trinken) oder erhöhte Schilddrüsenfunktion anzeigen.

In Zweifelsfällen sollten Sie einen Kardiologen konsultieren, um ein (selten auftretendes) Herzproblem als Ursache auszuschließen.

Niedriger Puls durch Blutdrucksenker?
29.10.03

 

Mein Mann, 67, sportlich, Nichtraucher, ca. 78kg wird seit einigen Wochen mit einem blutsenkenden Mittel behandelt. Er hat seit ca. 2 Wochen einen Puls von 35 - 45.

Vor 10 Jahren wurde nach einer Herzmuskel-/Herzbeutelentzündung ein Herzschrittmacher implantiert, der jedoch nicht mehr benötigt wurde und auf 40/Min eingestellt wurde. Jetzt setzt seit einigen Tagen der Schrittmacher nachts ein, wenn der Puls unter 40 fällt. Mein Mann fühlt sich dabei nicht unwohl, nur manchmal etwas müde und kommt schneller außer Atem.

Ist so ein niedriger Puls eine Nebenwirkung des Medikaments oder kann da auch eine Herzschwäche o.ä. dahinter stecken. Vorher hatte er einen Puls zwischen 55 - 65.
Ist ein ständig niedriger Puls so um die 40 gefährlich? Ich mache mir einfach Sorgen und die behandelnde Ärztin geht auf seine Hinweise nicht so recht ein.

Der Cardiologe:

 
Der niedrige Puls ist am ehesten nicht auf das Medikament zu beziehen, dieses Mittel hat an sich keine pulssenkende Wirkung. Zur Sicherheit sollten bei der Verdachtsdiagnose einer dilatativen Kardiomyopathie /Herzentzündung regelmäßige Kontrollen beim niedergelassenen Kardiologen durchgeführt werden.

Niedriger Puls und Kreislaufkollaps
20.02.2003

Ich war heute beim Kardiologen zur Kontrolluntersuchung. Ich war vorher in einer Anschlussheilbehandlung, wegen Hüft-Op, da kam es zum Zwischenfall. Durch eine Grippe bedingt, war mein Blutdruck auf 90/60 oder 80/50, am 23.Dez.2002 kippte ich einfach weg und der dortige Arzt diagnostizierte: Kreislaufkollaps.

Ich habe seit längerer Zeit Herzklappenfehler und heute bekam ich zu hören, mein Puls sei viel zu niedrig, er lag heute bei 45/50.

Nun die Frage, die mich beschäftigt: Woran liegt es, dass Der Puls so niedrig ist?

Der Cardiologe:

Die "normalen" Pulsfrequenzen zeigen eine außerordentliche Schwankungsbreite, diese liegt zwischen etwa 40 und 100 /min. Wenn Sie sich wohl fühlen, spricht nichts gegen niedrigen Puls und niedrigen Blutdruck - beide sind Prädiktoren langen Lebens ...

Hoher Puls
14.01.2003

Ich, weiblich, 29Jahre habe seit Juli 02 ständig zu hohen Puls. Mein Arzt verordnete mir einen Betablocker, was am Anfang auch geholfen hat, nach 2 Monaten allerdings wurde es die doppelte Dosis und seit 3 Wochen hab ich wieder einen Puls von über 100 obwohl ich mich gar nicht groß anstrenge oder übermäßigen Stress habe.

Kann es sein, dass ich, wenn ich sitze, einen Puls von 60-80 habe, doch wenn ich stehe oder laufe der Puls sofort bei über 120-160 liegt?!

Durch die Tabletten ist leider mein Blutdruck in den Keller gerutscht (Werte 80:40):

Gibt es evtl. noch eine andere Behandlungsart?!

Der Cardiologe:

Günstig ist auf jeden Fall Ausdauertraining. Außerdem sollten die Schilddrüsenwerte nachgesehen werden, um eine Überfunktion als Ursache auszuschließen.

Leider lässt sich die Frequenz- und Blutdruckwirkung bei Betablockern nicht entkoppeln ...

Normaler Ruhepuls?
26.06.2002

Was würden Sie als hohen Ruhepuls bezeichnen? Bin 34J alt, 1.90m, 95 Kilo, durchschnittlich sportlich. Mein Ruhepuls bewegt sich zwischen 70 und 95.

Der Cardiologe:

Normaler Puls ist definiert als Frequenz zwischen 60 und 90 /min. Die individuellen Schwankungen sind sehr hoch, manch einer lebt gut mit 45 /min, ein anderer ist an 90-100 /min gewöhnt. Was ist da schon "normal" ...

Niedriger Blutdruck, hoher Puls
26.06.2002

... das Leben ist voller Widersprüche.

Ich habe nie Herzprobleme gehabt. Vorige Woche musste ich eine Ergometrie machen, um an einem Osteoporose-Krafttraining-Kurs teilnehmen zu dürfen. Dabei kam heraus:

Ich habe einen zu hohen Pulswert (auch in Ruhe um 100, vor und nach der Ergometrie). Seitdem schaue ich ab und zu selber nach - der Puls ist (auch im Liegen, abends im Bett) etwa 100. - Mein Blutdruck ist immer zu niedrig (etwa 95 bis 105), habe damit jedoch keine Probleme.

MUSS ich mich um meinen Puls kümmern (wie der Arzt sagt), oder kann es auch "normal" sein, 100 und mehr zu haben? (vorausgesetzt die Schilddrüsenhormone stimmen, was ich checken lassen werde).

Bin 52, kein Übergewicht, Vielraucherin - sonst keine Sünden. An Medikamenten nehme ich Evista, Actonel, 1000mg Calcium/Tag. Familiäre Belastung: Bluthochdruck und Infarkt männlicherseits (aber das Problem hab ich nicht.) Wäre sehr dankbar für eine Orientierung, in welche Richtung ich nun weiterdenken soll (wenn überhaupt).

Der Cardiologe:

Hoher Puls kann nicht nur durch erhöhte Schilddrüsenhormone und Trainingsmangel bedingt sein, sondern auch durch Hormonstörungen im Rahmen der Wechseljahre bedingt sein. Sie sollten mit Ihrer Gynäkologin sprechen, ob eine Hormonsubstitution angezeigt ist, evtl. ist eine Betablocker-Therapie zur Besserung der Beschwerden sinnvoll. Zur Entscheidung ist immer das Gesamtbild im Rahmen weiterer Untersuchungen, wie EKG, Blutdruckprofil etc. wichtig.

Hoher Puls beim Sport
26.06.2002

Ich bin 33 Jahre alt und in gutem körperlichen Zustand (70kg bei 1,79 m Größe). In der Vergangenheit habe ich verschiedene Sportarten immer mal wieder betrieben, wie z.B. Joggen, Mountain-Biken, Badminton, ...

Seit über einem Jahr gehe ich regelmäßig joggen. Von anfänglich 20 Minuten (wegen leichter Knieprobleme) bin ich mittlerweile auf über 1h gekommen und laufe ein bis zwei mal in der Woche 10km.

Seit einiger Zeit nehme ich dazu eine Pulsuhr zur Kontrolle. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Mein Ruhepuls ist normal (60-65). Unter sportlicher Belastung geht der Puls sehr schnell hoch und erreicht mühelos 160 im Durchschnitt. Einige Male habe ich nach den 10km die letzten 500m noch mal so richtig durchgestartet, um zu sehen, wie hoch der Puls geht: 195!

Ich habe bisher keine Beschwerden und fühle mich fit. Vor ein paar Tagen habe ich einen 5,6 km Lauf mitgemacht und es kam mir so vor, daß ich sehr langsam laufe (über 30 min bis ins Ziel). Trotzdem hatte ich dabei eine Durchschnittspuls von 182. Mein Blutdruck ist auch normal (ca. 115:75).

Ist dieser hohe Puls normal oder muss ich mir Sorgen machen? Wie kann man einen hohen Puls senken?

Der Cardiologe:

Normalerweise sinkt durch Sport nicht nur der Ruhe-, sondern auch der Belastungspuls. Eine Pulsfrequenz bis 195 /min ist ungewöhnlich, muss aber nicht pathologisch sein. Sie scheinen sich bei Ihren Belastungen so wohl zu fühlen, dass Sie die Intensität hierbei vielleicht unterschätzen. Bei Ihrem Ausmaß an Sport sollten Sie sich zunächst einmalig gründlich von einem niedergelassenen Kardiologen untersuchen lassen, um sonstige Ursachen für schnellen Pulsschlag auszuschließen.

Sehr niedriger Puls durch Blutdrucksenker
26.02.2002

Meine Mutter ist 70 Jahre alt und hat, nachdem ihre blutdrucksenkenden Mittel aufgrund ihres erhöhten Blutdrucks höher dosiert wurden, einen sehr niedrigen Puls (50) bekommen. Das Medikament wird nun langsam wieder niedriger dosiert eingenommen.

Welche ernsten Auswirkungen kann ein so niedriger Puls, abgesehen von Ihrer Antriebslosigkeit und Müdigkeit haben. Könnte es z. B. zu einer Ohnmacht o. dgl. kommen.

Der Cardiologe:

Ein Puls von 50 /min ist völlig unproblematisch, die Grenze liegt bei 30-35 /min. Das Vorgehen ist richtig: Betablocker wirken individuell sehr unterschiedlich und müssen entsprechend titiriert werden.

Zu hoher Puls
14.02.2001

Hallo, ich bin 29 und habe Sport (Skifahren, Radfahren, Laufen, Fußball) seit meinem sechsten Lebensjahr durchgehend getrieben. Bis vor 3.5 Jahren habe ich durchgehend 10 Jahre Leistungssport (3-5 Mal in der Woche 3 Stunden) getrieben und dann wegen eines Zweitstudiums damit aufgehört. Seit ungefähr 3 Monaten habe ich einen erhöhten Puls im Stehen bis 140 (meist aber "nur" 90) und gelegentlich leichten Schwindel. Im Sitzen sinkt der Puls dann sehr schnell auf 65-70 Schläge. Auch bei 140 Schlägen bin ich nicht außer Atem oder schwitze. Der Blutdruck hat sich irgendwie wieder von 150/100 auf ca. 120/80 normalisiert. Durch mehrere Nasennebenhöhlenentzündungen bedingt im Jahre 2000 habe ich mich sehr wenig bewegt (also auch kein Sport wie Fahrradfahren oder Laufen) und habe das ganze Jahr Medikamente (Schmerzmittel(3x) und Antibiotika(3x) sowie permanent schleimlösende Kapseln (GeloMyrtol-Forte) genommen, sowie regelmäßig Nasenspülungen durchgeführt. Ein kürzlich durchgeführtes Belastungs-EKG (im Liegen) mit Ultraschalluntersuchung zeigte keine organischen Schäden. Da ich jetzt keine Entzündungen mehr habe, würde ich gerne wissen, ob sehr leichtes Training bis zu einem maximalen Puls von 150 (im Moment leider sehr schnell erreicht....) ein Weg sein kann, den Puls und den Blutdruck (beim Belastungs-EKG 180/100, vorher und danach 120/80) wieder senken zu können. PS: ich bin 178cm groß und wiege 85 kg ( Nichtraucher, Nichttrinker) Ernährung: Kein Rind/Schweinefleisch und wenig Geflügel (seit 11 Jahren) Sonst: Obst, Gemüse, Nudeln, Kartoffeln, Brot Müsli... Ich trinke praktisch nur Wasser, Saft und Milch.

Der Cardiologe:

Sie sollten Sport treiben und sich systematisch trainieren und aufbauen. Vergessen Sie allerdings bei Ihrer Diät das Eisen nicht, gelegentlicher Fleischgenuss kann hier nicht schaden.

Sehr niedriger Puls 09.01.2001

Ich bin zeit einiger Zeit nach körperlicher Anstrengung immer sehr müde und bei mir ist der Ruhepuls bei 40. Aber ich habe einen Blutdruck zeitweise von 153 zu 70. Aber wenn ich schlafen will, habe ich Probleme. Was soll ich ihrer Meinung nach tun?

Der Cardiologe:

Ein Ruhepuls von 40 mit entsprechender Müdigkeit ist nur bei extremem körperlichem Training normal.  Sie sollten sich durch einen Kardiologen vor Ort untersuchen lassen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.

Borrelliose 02.11.2000

Ende Oktober traten bei mir (weiblich, 41 Jahre, 57kg) erstmalig und plötzlich Herzrhythmusstörungen auf. Meine Hausärztin überwies mich aufgrund des EKGs an einen Kardiologen und führte eine Blutuntersuchung durch. Beim Kardiologen wurde am 04.10. ein Langzeit-EKG und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Sie zeigten ein normales Herz mit keinen krankhaften Anzeichen. Lediglich der Puls stieg unter Belastung sehr schnell an. Aufgrunddessen wurde eine weitere Untersuchung geplant. Zu dieser Zeit befand ich mich in der Vorbereitung auf einen Marathon und fragte daraufhin, ob ich weiterhin Sport treiben kann. Der Kardiologe empfahl mir dieses. Am 15.10. bin ich dann den Marathon gelaufen, jedoch bewusst sehr langsam. Am 18.10. führte der Kardiologe dann eine Ultraschalluntersuchung mit gleichzeitigem Belastungs-EKG durch. Wieder ging der Puls sehr schnell hoch auf 140, dann stieg er jedoch nur noch in kleineren Schritten weiter an bis auf 175. Der Kardiologe sagte zuerst ich hätte einen Trainingsrückstand, nachdem ich jedoch nochmal auf meine sportlichen Aktivitäten aufmerksam machte (als Marathonvorbereitung ca. 4-5 mal pro Woche jeweils 1 bis 2 Stunden Lauftraining), führte er die Symptome auf eine versteckte Virusinfektion zurück. Nochmals sagte er, daß ich weiterhin Sport treiben sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Schmerzen, lediglich den hohen Puls bei Belastung, fühlte mich aber ansonsten wohl. Am Sonntag darauf absolvierte ich nach einer Woche Pause erstmalig ein langsames Lauftraining. Ich fühlte mich danach sehr erschöpft. Daraufhin pausierte ich eine Woche. Nach dem nächsten Lauf war ich wieder sehr erschöpft. Seit dem 1. Lauf treten auch ganz leichte Herzschmerzen auf. Ebenso verspüre ich einen Druck im mittleren Brustbereich; am ehesten orte ich das Gefühl in der Luftröhre. Ich fühle mich allerdings ansonsten gesund. In den letzten Tagen wache ich Nachts gelegentlich auf mit sehr schnellem Puls. Der Herzrhythmus ist wieder im Takt. Nun habe ich heute ein Krankheitsbild über eine Herzmuskelentzündung gelesen (Erschöpfbarkeit, Schwächegefühl, Herzrasen, Herzstolpern) und habe nun Bedenken, ob ich daran erkrankt bin. Ich habe nun doch Angst, daß ich durch den Sport die Krankheit eher in ein chronisches Stadium gebracht habe, statt sie auszuheilen. Noch ein Punkt erscheint mir wichtig. Ich hatte vor einem Jahr eine Borreliose-Erkrankung, welche mit Antibiotika behandelt wurde. Nachdem diese wohl auch eine Herzmuskelentzündung auslösen kann, wurde bei der Blutuntersuchung daraufhin getestet. Tatsächlich wurden noch Antikörper entdeckt.

Der Cardiologe:

Eine Borreliose als Ursache Ihres schnellen Pulsschlages kommt eher nicht in Frage: Diese hinterlässt typischerweise einen AV-Block I° (Überleitungsstörung zwischen Vorhöfen und Kammern) als Residuum, keinen beschleunigten Pulsschlag. Ursächlich für den schnellen Puls könnte eine Erhöhung der Schilddrüsenwerte oder - bei normalen Werten im Serum - auch ein verstärktes Ansprechen des Herzens auf die Schilddrüsenhormone sein. Um hier sicher zu gehen, sollte auf jeden Fall die Situation der Schilddrüse gründlich abgeklärt werden, insbesondere mit Ultraschall und Szintigraphie. Eine stattgehabte Carditis (Herzentzündung) kommt als Ursache für schnellen Pulsschlag in Frage, auch wenn ansonsten im Herzecho keine Herzmuskelschädigung zu erkennen ist. Es kann in diesem Rahmen durch Schädigung von Zellen im Bereich des Sinusknotens zu einem Ungleichgewicht zwischen bremsenden und erregenden Einflüssen kommen. Eine niedrig dosierte Betablocker-Therapie wäre hier eine therapeutische Option. Ganz entscheidend mit Bezug auf Ihre sportliche Betätigung ist es, dass Sie Ihr Herz regelmäßig vom Kardiologen mit Ultraschall untersuchen lassen. Hierdurch kann eine dilatative Cardiomyopathie mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden, ein ganz wichtiger Aspekt bei der Beurteilung des Gesamtbildes. Und: dann können Sie beruhigt weiter Marathon laufen.

Hoher Ruhepuls 14.11.2000

Was bedeutet häufiger Ruhepuls von ca. 115, bei Blutdruck 115 zu 75. Ich bin 55 Jahre.

Der Cardiologe:
Diese Anfrage wurde von Herrn Dr. Heribert Brück, Erkelenz, beantwortet

Man kann Ihre Frage leider nicht pauschal beantworten.
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb der Ruhepuls so schnell sein kann; das kann eine Überfunktion der Schilddrüse sein, eine Blutarmut, oder auch eine Herzerkrankung, aber auch eine emotionale Belastung. Sie sollten dies mit Ihrem Kardiologen oder Hausarzt besprechen, der dann die nötigen Untersuchungen durchführen wird, um zu entscheiden, ob dieser erhöhte Puls einen Krankheitswert hat.

 Pulswerte

Welche Durchschnittswerte auf das Alter des Menschen bezogen gibt es für den Puls/min. Ich bin 30 Jahre (weiblich) und treibe keinen Sport. Wie hoch darf mein Ruhepuls sein, bzw. wann ist er zu niedrig und ab welchem Wert ist er zu hoch?

Der Cardiologe:

Der mittlere Puls, sowohl in Ruhe als auch unter Belastung, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wesentlich sind insbesondere der Trainingszustand (wenig Training - schneller Puls), das Gewicht (viel Gewicht - schneller Puls) und natürlich das Alter (jung - schneller Puls). Der mittlere Puls in Ihrem Alter dürfte normalerweise bei 60-80/min bei 24-Stunden EKGs liegen. Falls Sie Werte über 90-100/min im Mittel haben, sollten Sie etwa die Schilddrüsen- und auch die Herzfunktion überprüfen lassen.

Sehr niedrige Pulswerte

Ich hätte gern Info über Bradykardie, ein weiblicher Patient lebt seit 12 Jahren mit 35-40 Puls praktisch ohne Beschwerden. Besteht hier eine Gefahr, bzw was muss beachtet werde?

Ein vorrübergehendes Vorhofflimmern wurde vor einem Jahr durch E-Schock beseitigt. Blutdruck schwankend, aber meist normal.

Der Cardiologe:

Ein langsamer Puls allein hat noch keinen Krankheitswert, im Gegenteil: in großen Studien war ein langsamer Puls stets mit günstigen Überlebensraten verbunden. 

Ein Grund, den langsamen Puls zu beschleunigen, sind etwa
     - häufige Schwindelattacken
     - Ohnmachtsanfälle
     - ausgeprägte Leistungsschwäche
     - oder klinische Zeichen von Herzschwäche.

Falls diese Symptome nicht vorliegen, sollte mit Maßnahmen (beschleunigenden Medikamenten, Schrittmacher) zurückhaltend umgegangen werden.

Es ist jedoch zu empfehlen, eine gründliche kardiologische Untersuchung mit Herzecho, Belastungs-  und Langzeit-EKG durchführen zu lassen, um eine zugrundeliegende Herzkrankheit auszuschließen.

 Pulswerte bei Sportlern

Ich bin ziemlich sportlich, (4 x pro Woche) und absolviere ca. 6000 km auf dem Rennrad sowie auf dem Bike.
Diese Saison kam ich nie richtig in Form, weil mein Puls nie über 160 Schläge stieg. Letzte Saison war mein maximaler Puls noch bei 190 Schl. ( Ich bin 34 Jahre alt ,175cm groß und 74kg schwer.) Ich entschied mich mein Hausarzt zu besuchen, weil dabei noch zu sagen ist, dass ich dauernd müde war. Nach einer Urin- und Blutanalyse stellte mein Arzt fest, dass ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide. Danach bekam ich ein Medikament (Eltroxin) verschrieben, das ich seit 3 Monaten 1 mal pro Tag einnehme.

Die Müdigkeit ist mittlerweile verschwunden, aber mein Puls ist leider immer noch relativ "lahm" (max. 175 Schläge). Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Ratschlag geben können.

Der Cardiologe:

Eines sollte Ihnen zum Trost gereichen: mit zunehmendem Alter sinkt auch die anzustrebende maximale Herzfrequenz, bei Ihnen dürfte diese bei 180/min liegen. Sportliche Übung führt zur Senkung sowohl der Ruhe- als auch der maximale Belastungs-Frequenz, von daher mag auch Ihr guter Trainingszustand dazu beitragen, dass sie die Maximalfrequenzen des letzten Jahres nicht erreichen. Auf jeden Fall - einen Krankheitswert dürfte dies nicht haben.

Pulswerte bei Sportlern (2)

Seit einiger Zeit plagen mich unregelmaessig auftretende Schmerzen in der linken Brustgegend, deren Auftreten verschiedene Begleiterscheinungen (z.B. Rueckenschmerzen, vermehrter Schweiss) haben kann. Begonnen haben die Beschwerden vor ca. zwei Jahren mit einem sehr schmerzhaften "Anfall" der ungefaehr 45 Minuten andauerte und mit einem undefinierbaren Angstgefuehl sowie einem sich "zusammenziehenden" Brustkorb einherging. In dieser Intensitaet habe ich das bis dato nicht wieder erlebt. Zwischenzeitlich wurden von meinem Hausarzt unterschiedlichste Untersuchungen durchgefuehrt. Z.B.: EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Blutuntersuchungen usw. Eine Beeintraechtigung oder gar Erkrankung des Herzens konnte dabei nicht diagnostiziert werden; wohl aber ueberhoehte Colesterin-Werte). Heftige Rueckenschmerzen zogen vor ca zwei Monaten eine Computertomographie der Wirbelsaeule nach sich, bei der jedoch keine Schmerzquelle in diesem Bereich lokalisiert werden konnte. Stattdessen wurde eine Arterienverkalkung der Bauchaorta entdeckt. Daraufhin habe ich die Ernaehrung fettarm gestaltet, mit einem Ganzkoerpertraining (im taeglichen Wechsel entweder nur 15 km Rad fahren oder 10 km Rad fahren plus 45 Minuten verschiedene Trainingseinheiten zur Unterstuetzung des Muskelaufbaus bzw. Fettabbau) begonnen. In den ersten Tagen gabs keinerlei besondere Vorkommnisse, ausser dass sich das Koerpergewicht von 120 auf 110 kg reduzierte und mit jedem Tag das Wohlbefinden verbesserte. Das Pulsmessgeraet am Ergometer wurde staendig benutzt und ein Pulsschlag von 140 bisher nicht ueberschritten (Ruhepuls bei Tarinings-Beginn immer ca. 85 bis 90).Nach anfaenglichem mehr oder weniger lockerem Rad fahren ohne Belastung habe ich zwischenzeitlich kleine Sprints eingebaut, die koerperlich keinerlei Ueberlastungsmerkmale aufweisen. Der Pulsmesser zeigte allerdings gestern eine Besonderheit: Bei der ersten etwas staerkeren Belastung stieg er zunaechst - wie sonst auch - von ca. 120 auf 140 an, um dann bei weiter steigender Belastung langsam zu sinken - bis auf ca. 85. Ich habe dann die Belastung normalisiert, worauf der Puls sich langsam wieder bei ca. 120 einpendelte. Der Vorgang wiederholte sich mit aehnlichen Werten nach einer Ueberpruefung des Pulskontaktes. Heute war alles wieder normal. Gesteigerte Belastung zog ausschliesslich gesteigerte Pulswerte nach. Koennen Sie mir diese Besonderheit erklaeren oder raten Sie mir zu einem Arztbesuch?

Der Cardiologe:

Abnehmende Pulsfrequenz bei zunehmender Leistung: Pulsdefizit bei Extrasystolie macht's möglich! Eine abnehmende Herzfrequenz bei steigender Laststufe ist natürlich ungewöhnlich, erscheint aber prinzipiell möglich. Ursächlich können Zusatzschläge von Seiten der Vorhöfe oder Herzkammern (supraventrikuläre oder ventrikuläre Extrasystolen) sein, die selbst keine Pulswelle auslösen, aber im EKG natürlich als Herzschlag registriert werden. Es kommt dann zu einem peripheren Pulsdefizit, eine verminderte Pulsfrequenz wird angezeigt. Eine Verlangsamung der Herzfrequenz auch im EKG unter Belastung ließe sich durch erhöhten Tonus des Ruhenerven (Vagotonus oder Vagus-Tonus) erklären, dieses tritt jedoch normalerweise erst in der Ruhephase auf. Am ehesten scheint der erstere Mechanismus zu wirken. Bezüglich der Schmerzsymptomatik sollten Hausarzt und Kardiologe zusammenarbeiten. Es ist wichtig zu wissen, daß auch ein Belastungs-EKG nur eine Empfindlichkeit (Sensitivität) von etwa 60-70% für bedeutsame Engstellen aufweist. Somit bleiben 30-40% der bedeutsamen Gefäßerkrankungen hier unerkannt. Der Kardiologe hat in der Regel zusätzlich ein Streß-Echo zur Verfügung oder überweist Sie ggf. zur Thallium-Szintigraphie. Diese Untersuchungen stellen eine wesentliche Erweiterung und qualitative Verbesserung des Untersuchungsspektrums dar und sollten in Zweifelsfällen herangezogen werden, um die Indikation zur Herzkatheter-Diagnostik zu klären.

Pulswerte bei Sportlern (3)

Für meinen Bluthochdruck nehme ich Adalat cc 60mg und Lopressor 100 mg. Mein Blutdruck ist 115/75 am Morgen und 135/85 am Nachmittag. Mein Puls ist gewoehnlich 52 in der Frueh und 68 am Nachmittag. Vor ein paar Tagen war mein Puls in der Frueh 40 und heute nach 2 Stunden Tennis war der Puls 48. Ich  bin 77 Jahre alt und in sehr guter Kondition, wandere 3 Kilometer, spiele 2 Stunden Tennis und Schwimme. Ich habe keine Symptome in Verbindung mit meinem Herz. Habe ich Grund zur Besorgnis wegen des niedrigen Pulses?

Der Cardiologe:

Ein Puls von 40/min in Ruhe bzw. 48/min unter Belastung ist zwar nicht unmittelbar gefährlich, sollte aber vom Kardiologen kontrolliert werden. Geeignet ist hierzu zunächst ein (oder mehrere) Langzeit-EKG Registrierungen, es sollte sicherlich auch bei dem bekannten Risikoprofil (Blutdruck) eine kardiologische Durchuntersuchung veranlasst werden, um zugrundeliegende Herzkrankheiten, insbesondere Durchblutungsstörungen, nicht zu übersehen. Es besteht aufgrund der klinischen Angaben nicht unbedingt die Notwendigkeit zu einer Schrittmacher-Implantation: Es geht Ihnen ja gut, sie haben bislang keinen Schwindel oder Episoden mit Bewusstlosigkeit verspürt.

Sehr hohes Pulswertespektrum

Ich (weibl., 30 Jahre, 160 cm, 50 kg) treibe regelmäßig Sport. In der Regel 3mal pro Woche 2-3 h Radfahren und 2mal pro Woche 2km Schwimmen. Um mein Training effektiver zu gestalten habe ich begonnen meine Herzfrequenz zu messen. Dabei habe ich festgestellt das diese in der Regel zw. 170 und 190 liegt (beim Radfahren in einem für mich mittlerem Tempo in flachen Gelände und ohne das ich mich dabei "verausgabt" fühle). Selbst wenn ich ohne sportliche Ambitionen fahre (höchsten 20km/h) fällt die Herzfrequenz selten unter 140.

Auch bei sonstiger körperlicher "Anstrengung" wie Treppensteigen und dergleichen steigt die Herzfrequenz fast sofort auf solch hohe Werte. Fällt aber nach Beendigung der körperlichen Aktivität ziemlich schnell wieder auf normale Werte um 70. Ist so was normal ?? Meine Ruheherzfrequenz liegt zw. 38 und 45.

Der Cardiologe:

Ihr Frequenzspektrum ist schon beachtlich und sollte weiter untersucht werden. Die Ruhefrequenz von 38-40 ist bei ausgeprägter sportlicher Tätigkeit noch normal. Auffällig ist doch die deutliche Steigerung unter Belastung bis 190 /min, dieses liegt über den üblichen Werten.

Ich rate Ihnen zu Ihrer Sicherheit zu einer fachkardiologischen Untersuchung mit Langzeit-EKG, Ergometrie und Herzecho. Auszuschließen sind Shuntvitien (Loch im Herzen), Klappenerkrankungen oder eine Störung der Herzmuskelfunktion. Wenn diese Befunde normal sind, haben Sie eine ausgesprochen breite Frequenz-Variation, auch dieses kommt ohne weiteres vor und muss Sie dann nicht mehr beunruhigen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 11.12.06
Ferienhaus auf Langeoog zu mieten - strandnah und doch zentral