|
||||
|
Bitte
beachten Sie: |
||||
|
|
Ich habe seit einiger Zeit (ca. 1 Jahr) in der Brustmitte für 2-3 sec ein Zucken und ein Ziehen. Danach ist wieder alles i.O. Ca. 2 mal im Monat (aber kein Ausstrahlen nach links, mir wird auch nicht schlecht und sonst keine Herzsymptome). Dies ist immer in einer Ruhesituation. Ich bin Sportler ( 35 Jahre, 85 kg, rauche nicht, trinke wenig Alkohol, habe leicht erhöhtes Cholersterin, aber sehr viel Stress) Bei Belastung habe ich keinen Probleme. Mein Hausarzt hat auch mehrere EKG's geschrieben und er meint es wäre alles in Ordnung. 1995 im Dezember ist mein Herz bei dem Kardiologen komplett gecheckt worden, alles i.O. Meine Frage, kann diese Zucken vom Herz kommen ? Wenn ja, ist es gefährlich ? | |||
|
Der Cardiologe:
|
Natürlich kann das Zucken vom Herzen kommen, wenn Sie sich jedoch regelmäßig vom Kardiologen durchchecken lassen und die Ergebnisse völlig normal sind, sollten Sie beruhigt sein. Ihre Beschwerden sprechen eher für eine Ursache von Seiten der Wirbelsäule, aber eine Ferndiagnose ist hier natürlich völlig unmöglich. Bei Fortbestehen der Beschwerden sind routinemäßige Kontrollen in kürzeren Abständen als den jetzt erwähnten 5-jährigen Intervallen notwendig, empfohlen werden 1-jährige Kontrollintervalle. Auch wenn die Beschwerden bisher (in 1995) nicht vom Herzen kamen, schützen Beschwerden von anderen Organen (etwa Wirbelsäule, Lunge, Speiseröhre etc.) natürlich nicht vor Herzproblemen. Also- lassen Sie sich noch einmal gründlich vom Kardiologen untersuchen, insbesondere auch mit Anamnese, Kontrolle der Blutfette, des Blutdrucks etc... | |||
|
|
Heute habe ich in meiner EKG-Ableitung im Rahmen des Physiologie-Praktikums festgestellt, dass ich einen Rechtstyp (103 Grad) habe. Meine Frage ist, wie weit dies pathologisch ist, und ob es einen Zusammenhang mit meinem Aortenklappenströmungsgeräusch (dass laut meines Kardiologen jedoch harmlos ist) geben könnte. Ich bin 21 Jahre alt, nicht übergewichtig und einigermaßen gut trainiert. | |||
|
Der Cardiologe:
|
Der Rechtstyp ist bei Ihnen am ehesten Ausdruck Ihre Schlankheit, ist ein normaler Lagetyp bei "Asthenikern" oder auch normalgewichtigen jungen Menschen, bes. auch bei Frauen. Der Rechtstyp hat sicherlich nichts mit einem Aortenklappen- strömungsgeräusch zu tun, dieses sollte separat untersucht werden.Häufig ist ein solches Strömungsgeräusch in der Jugend akzidentiell, d.h. durch Turbulenzen im linksventrikulären Ausflusstrakt und über die Aortenklappe bei sehr lebhafter Blutströmung und Herzaktion bedingt; auszuschließen durch Echokardiographie ist (und wurde ja bei Ihnen) eine alte Entzündung der Herzklappe mit entsprechenden Veränderungen, die ggf. eine Endokarditisprophylaxe erforderlich machen könnte. | |||
|
Bluthochdruck als Familiengeschichte?
|
Ich
bin 56 Jahre alt und berufstätig, habe 3 Kinder geboren. Bis zur Menopause
hatte ich einen Blutdruck von 120 und niedriger zu 80. Mit Mitte 40
begann der Blutdruck zu steigen. Seit einem Jahr nehme ich pro Tag
1 Tablette 16 mg Blopress zur Regulierung. Ich komme mit dem Präparat
sehr gut zurecht. Zur Urlaubszeit sinkt mein Blutdruck aber morgens
bis auf 110 zu 70. Ich bin von Beruf Geschäftsleitungssekretärin und
fühlte mich vor Jahren zwar oft überfordert, heute sehe ich die Sache
etwas gelassener.
Meine Mutter hatte unbehandelten Blutdruck und ist an einer Gehirnblutung gestorben. Meine Schwester und einer meiner Brüder haben ebenfalls hohen Blutdruck. Ich nehme ungern Medikamente. Habe ich eine Chance, irgendwann auf die Medikamente verzichten zu können? Evtl. als Rentnerin? Welche Auswirkung hat die Menopause auf den Blutdruck oder fallen dort nur Alter und Menopause zusammen? Ich wiege bei 153 cm 61,5 kg. Ich weiß, daß das zuviel ist, aber alle Anstrengungen sind bisher erfolglos. Ich mache 1 mal in der Woche Aerobic Gymnastik und gehe 1 mal schwimmen, außerdem tauchen mein Mann und ich. Ich habe noch eine zweite Frage. Ich habe schon seit Jahren tagsüber Herzstolpern. Meine Mutter hatte dies ebenfalls und meine Schwester auch. Wenn ich mich beim Sport anstrenge tritt das Stolpern nicht vermehrt auf. Beim EKG trat dies natürlich nicht auf. Ich hatte jedoch 2 x nach dem Tauchen für ca. 15 Min. Stolpern. Dabei kam zur Anstrengung allerdings erhebliche Aufregung hinzu. Einmal hatten wir den Rückweg nicht gefunden, ein zweites Mal mussten wir einen Checktauchgang auf dem Bauch im knietiefen Wasser absolvieren. Ist solches Herzstolpern besorgniserregend? Bei der letzten Blutuntersuchung stellte sich ein leichter Mangel an Mineralien im Blut heraus. |
|||
|
Der Cardiologe:
|
Es
ist ganz wichtig, dass Sie Ihre Bluthochdruck-Krankheit vor dem Hintergrund
Ihrer Familiengeschichte sehen und entsprechend auch die Relevanz
beurteilen.
Es ist anzunehmen, dass eine familiäre Disposition zu Hypertonie besteht; diese wird bei Frauen oft zum Zeitpunkt der beginnenden Menopause aktuell und tritt zunächst oft als instabiler Bluthochdruck mit teils krisenhaften Blutdruckanstiegen auf, im Wechsel mit normalem Blutdruck. Die medikamentöse Einstellung ist dann sehr schwierig, oft unmöglich. Mit zunehmendem Alter kommt es dann häufig zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Bluthochdruck, der durch mehrere Faktoren normalisiert werden sollte. (Tipps) Manchmal führt trotz nicht-medikamentöser Maßnahmen, insbes. Ausdauersport, kein Weg an einer medikamentösen Dauertherapie vorbei. Der Zeitraum dieser Therapie ist nicht vorhersehbar. Es ist aber zu raten, zunächst über eine gewisse Zeit, etwa 1-2 Jahre, zu behandeln, um dann unter Ausschöpfung aller unterstützenden Maßnahmen eine Dosisreduktion und ggf. ein ausschleichendes Absetzen der Medikamente zu versuchen. Zu Ihrer zweiten Frage: Herzstolpern ist in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle völlig harmlos. Es ist jedoch zur Beurteilung erforderlich, im Rahmen einer kardiologischen Durchuntersuchung zunächst zugrundeliegende Herzkrankheiten auszuschließen: insbesondere sollten
ausgeschlossen werden. Ein Langzeit-EKG sollte höhergradige Rhythmusstörungen ausschließen oder zumindest unwahrscheinlich machen. Manchmal hilft die Mineralkombination von Magnesium und Kalium, die Wirkung wird aber in der Regel überschätzt und ist eher auf eine psychische Komponente zu beziehen. Auf jeden Fall: bleiben Sie so aktiv wie Sie es schildern, zur Sicherheit sollten Sie sich aber regelmäßig, am besten einmal pro Jahr, kardiologisch untersuchen lassen. |
|||
|
|
Ich bin 29 Jahre alt, weiblich. Gerade jetzt im Sommer habe ich häufig Schwindel und niedrigen Blutdruck. Was ist zu tun? | |||
|
Der Cardiologe:
|
Von Medikamenten wird hier zunächst abgeraten, diese führen oft zu Herzrasen. Günstig ist der kontrollierte Konsum von viel Flüssigkeit (3 l /Tag) und Salzen, wichtig auch kaliumreiche Säfte (Fruchtsäfte, etwa Orangen- oder Apfelsaft), ausreichendes Salzen der Speisen. Vorausgesetzt wird natürlich, dass Herz und Nieren ansonsten gesund sind. | |||
|
Cor Pulmonale und Rechtsschenkelblock
|
Mein Arzt hat bei mir ein Cor Pulmonale und einen Rechtsschenkelblock festgestellt. Was bedeutet das für mich? | |||
|
Der Cardiologe:
|
Ein Cor pulmonale ist eine Belastung der rechten Herzkammer durch einer erhöhte Beanspruchung infolge einer Lungenerkrankung, häufig bei Asthma bronchiale. Folge der Lungenerkrankung ist ein erhöhter Widerstand der Lungenstrombahn, dies durch Engstellung der Lungengefäße oder auch -chronisch- eine Verminderung und Verödung (Rarifizierung) von Lungengefäßen. Es kommt dann zu einem erhöhten Druck im Lungenkreislauf, dieser muss durch die rechte Herzkammer bewältigt werden. Es kommt zu einer Verdickung der Muskulatur der rechten Kammer und auf lange Sicht oft zu einer Erweiterung der Herzkammer. Eine Überlastung kann dann zu einer Schädigung der Muskeln des rechten Herzens und auch der dort verlaufenden Leitungsbahnen führen, es kommt zum Rechtsschenkelblock.Der Rechtsschenkelblock ist an sich - dies im Gegensatz zum Linksschenkelblock - mit keiner Einschränkung der Lebenserwartung verbunden und daher an sich ungefährlich. Es muß aber auch hier das gesamte Krankheitsbild im Kontext gesehen werden, eine Untersuchung vom Kardiologe in Zusammenarbeit mit einem Pulmologen (Lungenfacharzt) kann zu einer adäquaten Beurteilung und Therapie erforderlich sein. | |||
| Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.08.05 | ||||