Kopfgefäße: Verkalkungen, Engstellen und Behandlung
Ultraschall-Untersuchung der Kopfarterien
Plaqueentstehung / Prophylaxe und Therapie
Plaquebildungen entstehen in der Regel auf der Grundlage von Fett-Depots in der Gefäßwand.
Unsere folgende Animation versucht, diesen Vorgang zu verdeutlichen und die Prinzipien der Gegensteuerung zu zeigen. Insbesondere steht die Behandlung der Risikofaktoren und die Hemmung der Blutgerinnung sowie Blutplättchen-Verklumpung (Aggregation) im Vordergrund.
Beispiele: Kopfgefäßverengung und Behandlung von Kopfgefäß-Engstellen
Hochgradige Einengung der Kopfarterie
(
Arteria Carotis -Stenose oder -Verengung)
Wattebauschartige fetthaltige Plaquebildungen bilden eine komplexe Einengung im Bereich der Aufzweigung der gemeinsamen Kopfarterie (A. carotis communis) in die innere und äußere Kopfarterie.
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Wenngleich bei Beschwerdefreiheit der betroffenen 52-jährigen Patientin keine Operation erforderlich ist, werden dennoch die Risikofaktoren drastisch gesenkt, um Komplikationen zu verhüten: Blutdrucksenker, Fettsenker, Acetylsalicylsäure finden hier häufig Anwendung.
Engmaschige Kontrollen stellen sicher, dass die Engstellen nicht hochgradiger und operationsbedürftig wird. Eine genaue klinische Verlaufsbeobachtung ist erforderlich, um Anzeichen von Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Mittelgradige langstreckige, glatt begrenzte, fetthaltige, nicht verkalkte Engstelle der Carotis
Sie sehen hier einen höchst gefährlichen Befund: Es kommt eine langstreckige hochgradige Engstelle der Carotis interna (Kopfarterie) zur Darstellung. Der Blutfluss ist rot dargestellt. Die Einengung ist bedingt durch eine langstreckige Verdickung der Gefäßwand durch eine fetthaltige Plaqueauflagerung. ============================= Der Befund ist instabil und komplikationsträchtig: Die abdeckende Membran ist zart und nicht verkalkt. Folge ist, dass dasabdeckende Häutchen leicht aufreißen kann. Es bildet sich dann an der aufgerissenen Stelle ein Blutgerinnsel. Der Blutpfropfen kann vom Blutstrom mitgerissen werden und verschließt ein Gefäß im Gehirn. Hierdurch kommt es zu einem Schlaganfall. Rechtzeitiges Handeln ist erforderlich, um diese Situation zu verhüten. Am wichtigsten ist hierbei die Vorsorgeuntersuchung und Frühdiagnostik mit Ultraschall. Hierdurch kann eine rechtszeitige Operation oder Aufdehnung der Kopfarterie diese Katastrophe verhindern. Der hier abgebildete Patient wurde operiert - alles ging gut ... !
Gemischt fetthaltige und verkalkte Engstelle der Kopfarterie
Eine langstreckige und umfangreichste Plaquebelastung in dieser Kopfarterie weist auf ein hohes Risiko für Bewußtseinsstörungen und Schlaganfälle hin.
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Gerade diese fetthaltigen und wenig verkalkten Plaques sind instabil: Die Deckmembran reißt auf, Blutgerinnsel lagern sich auf die offenen Stellen auf und werden fortgeschwemmt, können neurologische Komplikationen verursachen. Eine konsequente Propyhylaxe ist erforderlich.
Aufgedehnte und mit Stent (Gefäßstütze) versehene Engstelle einer Kopfarterie (A. carotis)
Die Aufdehnung sowie Einlage eines Stent ist ein Verfahren, das neuer ist als die Operation, sich aber bereits als
Standardverfahren etabliert hat. Diese Ergebnisse sind mit den chirurgischen bezüglich Risiko und
Erfolg bislang vergleichbar. Vorteile der Stentbehandlung gegenüber der Operation ist, dass es weniger invasiv ist als die chirurgische Therapie und mit kürzerem Krankenhausaufenthalt verunden ist.
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Die Risiken beider Verfahren sind in etwa vergleichbar: Im Vordergrund steht hier die Entwicklung
eines Schlaganfalls mit evtl. bleibenden Ausfällen im Nervensystem, wie Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen. Kein Unterschied wurde bisher für das Risiko von Tod oder schwerem Schlaganfall innerhalb der ersten 30 Tage nach Stentbehandlung gegenüber der Operation beobachtet.
Ad 1: Engstelle der Kopfarterie durch lockeres Plaquematerial mit der Gefahr des Losreißens und der Embolisierung in die Kopfarterien mit Schlaganfall.
Sie sehen in den zwei linken Filmsegmenten die ballartigen, nicht sehr fest an der Wand heftenden fetthaltigen Auflagerungen im Sinne hochgradiger Plaquebildungen.
Rechts sehen Sie die Kleeblattstenose (Engstelle am Abgang von innerer und äußerer Kopfarterie aus der gemeinsamen Kopfarterie) mit hochgradig eingeschränktem Blutfluss.
Sie sehen hier einen höchst gefährlichen Befund: Es kommt eine langstreckige hochgradige Engstelle der Carotis interna (Kopfarterie) zur Darstellung. Der Blutfluss ist rot dargestellt. Die Einengung ist bedingt durch eine langstreckige Verdickung der Gefäßwand durch eine fetthaltige Plaqueauflagerung. Der Befund ist instabil und komplikationsträchtig: Die abdeckende Membran ist zart und nicht verkalkt. Folge ist, dass das abdeckende Häutchen leicht aufreißen kann. Es bildet sich dann an der aufgerissenen Stelle ein Blutgerinnsel. Der Blutpfropfen kann vom Blutstrom mitgerissen werden und ein Gefäß im Gehirn verschließen mit der Folge eines Schlaganfalles.
Umfangreiche großenteils fetthaltige Plaquemassen wölben sich von vorn in die Öffnung der Arterie hinein. Eine mittelgradige Engstelle wird gefolgt von einer langstreckigen Verengung der inneren Kopfarterie. Der Befund erscheint in höchsten Maße instabil: Wegen bereits stattgehabter kurzzeitiger Bewußtseinsstörungen wird eine dringende Operation durchgeführt.
Die Aufdehnung der Kopfarterie und anschließende Implantation einer Gefäßstütze (Stent) ist heute der Operation bezüglich der Erfolgs- und Komplikationsraten ebenbürtig. Das Vorgehen hängt häufig von der Länge und Lokalisation der Engstelle ab.
Bei Lage an Verzweigungen ist eine Aufehnung eher problematisch als an eine kurzen geraden Segment. Wichtiges Kriterium für das Vorgehen ist auch die persönliche Erfahrung des Operateurs.