Herzwandverdickung

= Hypertrophie, Folge von Bluthochdruck

 

 

Normalbefund

im Herzecho


Sie sehen auf dem Film ein Herz mit verdickten Herzwänden. Hierbei ist die Auswurffunktion des linken Herzens noch normal.

  Sie sehen hier ein normales Herz zum Vergleich. Starten und Stoppen Sie die Videos durch Doppelklick auf die Bildfenster oben links und rechts.
Vierkammerblick des Herzens mit Thrombus   Herzecho mit Normalbefund von der Spitze geschallt: sogen. Vierkammerblick


Sie sehen hier die gegenüber dem Normalbefund (rechts) mit verdickten Herzwänden versehene linke Hauptkammer (Hypertrophie). Hierbei kommt es in der Regel zunächst zu einer sehr lebhaften Wandbewegung. Diese lässt allerdings bei zunehmender Dauer der Herzbelastung durch erhöhten Blutdruck nach, die Wand ermüdet in Teilen oder in Gänze. Der Betroffene bemerkt das Bild einer Herzschwäche mit Luftnot und verminderter Belastbarkeit.

Als Ursache kommen in erster Linie eine Bluthochdruck oder eine Aortenklappenverengung in Frage, auch erbliche Formen der Herzwandverdickung spielen eine Rolle ("hypertrophe Kardiomyopathie"). Folge sind häufig Durchblutungsstörungen innerhalb des sehr dicken Herzmuskels: Das Wachstum der kleinen Herzgefäße (Kapillaren) erfolgt nicht in gleichem Maße wie die Herzwandverdickung. Es kommt zur relativen Mangeldurchblutung. Folgen können Wassereinlagerungen, Luftnot, Rhythmusstörungen und allgemeine Leistungsschwäche sein.

 

Die oberen zwei Bilder stellen einen Längsschnitt (Zweikammerblick) durch das Herz dar. Hierbei sind die linke Vorkammer und linke Hauptkammer links dargestellt, rechts ist der Blutfluss in der Darstellung durch Farbdoppler eingespielt

Auf zwei uneren Bildern sehen Sie die vier Hauptkammern des Herzens (im "Vierkammerblick") von der Herzspitze aus. Auf dem rechten Bild ist der Einstrom des Blutes in die linke Kamer über die Mitrallkappe dargestellt.

 

 

Der Befund ist gefährlich: Das Gerinnsel kann losreißen und in die Strombahn schießen. Es kommt zur Lungenembolie. Falls die Wand zur rechten Herzvorkammer nicht ganz dicht ist kann es auch bei sogenanntem "gekreuztem Shunt" zu einem Übertritt in das linke Herz und einem Schlaganfall kommen.

Deshalb ist es wichtig, den Befund zu kennen: Eine Blutverdünnung kann hier einen Schlaganfall verhindern.